Fr., 31.08.2018

Ravensberger: Wetterballon hebt an diesem Samstag um 10 Uhr ab Vom Boden aus in 40.000 Meter Höhe

Für den Start gewappnet: Eine der Kameras wird filmen, wie sich die Flüssigkeiten in den Reagenzgläsern verändern. Mit einem Ballon wird die Sonde eine Höhe von bis zu 40.000 Meter erreichen. Nach zwei Stunden Aufstieg folgt der Absturz.

Für den Start gewappnet: Eine der Kameras wird filmen, wie sich die Flüssigkeiten in den Reagenzgläsern verändern. Mit einem Ballon wird die Sonde eine Höhe von bis zu 40.000 Meter erreichen. Nach zwei Stunden Aufstieg folgt der Absturz. Foto: Hartmut Horstmann

Von Hartmut Horstmann

Herford (WB). Ganz hoch hinaus wollen Schüler des Ravensberger Gymnasiums. An diesem Samstag, 1. September, lassen sie einen Wetterballon starten, der Bilder aus einer Höhe von bis zu 40.000 Metern aufnimmt.

Start wurde verschoben

Gegen 10 Uhr soll der Heliumballon mit einem Umfang von bis zu drei Metern vom Tartanplatz am Ravensberger abheben. Eigentlich war dies für den Freitagmorgen geplant, doch musste der Start verschoben werden. Bei einer geschlossenen Wolkendecke werde keine Genehmigung erteilt, erläutert Marcel Dierig, Geschäftsführer der Blomberger Firma Stratoflights. Das Unternehmen hat aus derartigen Ballonstarts eine Geschäftsidee entwickelt. So heißt es auf der Homepage: »Wir von Stratoflights schicken Ihre Botschaft, Ihr Maskottchen oder Ihr Logo bis zu 40.000 Meter hoch an einen der magischsten Orte, die man sich vorstellen kann: Die Stratosphäre!«

Zwei Kameras dabei

Finanziert wird das Schülerprojekt durch den Verein Experimint. Die Schule habe besonders begabte Schüler angesprochen, sagt die Lehrerin Christine Werner. Und so kamen in dem Kurs Interessierte aus den Jahrgangsstufen von acht bis zwölf zusammen, um die Wetterstation zu entwickeln und flugfertig zu machen.

Herzstück des Ganzen ist ein unscheinbarer Kasten aus Styropor mit Messgeräten und zwei Kameras. Eine der Kameras hält fest, wie sich Flüssigkeiten in mitgeführten Reagenzgläsern verändern, wie sie auf die extrem niedrigen Temperaturen reagieren. Die andere ist ausschließlich auf den Horizont gerichtet.

Ballon wird platzen

Mit Hilfe der GPS-Technik werden die Untengebliebenen über die Position des Ballons informiert. Irgendwann in einer Höhe von um die 40.000 Meter wird der immer größer werdende Ballon, der einen Umfang von zwölf Metern erreicht, platzen – was bedeutet, dass die Styropor-Kiste ihren Rückweg antritt. Ein Fallschirm soll verhindern, dass der Aufprall zu unsanft wird. Dank der GPS-Signale kann zudem der genaue Landeort ermittelt werden. »Die Berechnungen haben ergeben, dass es in der Nähe von Soest sein wird«, so Marcel Dierig.

Etwa zwei Stunden veranschlagt der Experte für den Aufstieg, dann folgt der dreiviertelstündige Absturz. Zu denen, die sich auf die Bilder aus eisiger Höhe freuen, zählt der 14-jährige Tilman Bock. Es sei interessant, an so einem Projekt teilzunehmen und sich später daran zu erinnern.

Der Start des Ballons am Samstag um 10 Uhr ist öffentlich. Jeder Interessierte kann zuschauen.

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