Sa., 15.09.2018

Erdmännchen-Nachwuchs im Tierpark Herford - mit Video Klein, knuddelig, knopfäugig

Was ist hier los? Das kleine Erdmännchen geht auf Entdeckungstour.

Was ist hier los? Das kleine Erdmännchen geht auf Entdeckungstour. Foto: Moritz Winde

Herford (WB). Acht Jahre herrschte Flaute, jetzt hat’s endlich geklappt: Bei den Erdmännchen im Tierpark gibt’s wieder Nachwuchs. Allerdings musste getrickst werden.

Kommentar

Der Tierpark hat sich gemausert: Das Areal wurde erweitert und der Spielplatz auf Vordermann gebracht, zusätzliche Gehege wurden gebaut und neue exotische Bewohner willkommen geheißen. Viel Positives ist geleistet worden – und das alles ohne städtische Gelder.

Der kleine Zoo ist zu einem Ausflugsziel über die Grenzen der Stadt hinaus geworden. Die Besucherzahlen steigen von Saison zu Saison. 2017 waren es fast 64.000 und damit in etwa so viele wie im Marta.

Nicht nur die Gäste fühlen sich wohl, sondern auch die Tiere. Der Erdmännchen-Nachwuchs ist ein weiterer Beleg für die gute Arbeit.

Mädchen oder Junge?

Die beiden Babys wurden bereits am 3. August geboren. »Wir wollten aber erst abwarten, bis sie über dem Berg sind, bevor wir sie der Öffentlichkeit zeigen«, sagt Zoo-Chef Thorsten Dodt.

Das Geschlecht soll in den nächsten Wochen bestimmt werden. Dann sollen sie auch Namen erhalten.

Am Freitag wurde die fünfköpfige Familie von der Entbindungsstation – ein Extra-Bereich auf dem Werkshof – ins Gehege gelassen.

Neben Mama, Papa und den zwei Jungen gehört außerdem ein Onkel dazu. Thorsten Dodt: »Er ist der Beobachter und muss immer erst nachschauen, ob die Luft rein ist.«

Lieblinge des Publikums

Seit 2010 leben in Herford Erdmännchen. Bereits kurz nach ihrem Einzug gab es damals Babys. Doch seitdem sei nichts mehr passiert, sagt Dodt. »Das ist schade, sind sie doch bei den Besuchern besonders beliebt.«

Der Tierpark-Leiter schmiedete deshalb folgenden Plan: Er organisierte zwei Männchen aus Nürnberg und ein Weibchen aus Augsburg und steckte sie zusammen. Und siehe da: Ruckzuck funktionierte es mit dem Nachwuchs.

Die alt eingesessene Gruppe musste ihr Revier räumen und soll nun an andere Zoos vermittelt werden. Die junge Familie aber kann sich im neuen Zuhause einrichten – zumindest so lange es mit der Vermehrung rundläuft.

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