Mi., 17.10.2018

Ingenieure überprüfen Sender in Herford – Radioempfang kurz gestört – mit Video Inspektion in 85 Metern Höhe

Grüß Gott: Von der obersten Plattform des Senders in Schwarzenmoor können die Ingenieure über den Wittekindskreis blicken.

Grüß Gott: Von der obersten Plattform des Senders in Schwarzenmoor können die Ingenieure über den Wittekindskreis blicken. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Herford (WB). Allein der Aufstieg dauert eine dreiviertel Stunde: Bau-Ingenieure haben am Dienstag den Sender in Schwarzenmoor auf Herz und Nieren überprüft. Für sie ging’s 85 Meter steil nach oben. Ihr Fazit: alles im Lot.

»Schwindelfrei sollte man bei diesem Job schon sein. Ich habe aber gewaltigen Respekt vor der Höhe«, sagt Martin Ebbinghaus vom Düsseldorfer Unternehmen Exponent.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Philipp Musiol inspizierte er im Auftrag des WDR den Rundfunkmast auf dem Eggeberg. Von hier werden die Wellen des Digitalradios (alle WDR-Programme) und des UKW-Rundfunks (Radio Herford) in die Region geschickt.

Um die Gesundheit der Kletterer – sie sind mit Gurten, Seilen, Ösen und Karabinern doppelt und dreifach gesichert – durch die enorme Strahlung nicht zu gefährden, musste der Sender für knapp zwei Stunden abgeschaltet werden.

Wartung ist Vorschrift

»Es kann sein, dass deshalb der Radioempfang kurzzeitig gestört ist«, sagt WDR-Sendetechniker Falko Hermann, der die Aktion per Walkie-Talkie vom Boden aus begleitete.

Doch die jährliche Wartung des vermeintlich höchsten Bauwerks im Kreis Herford ist Vorschrift. »Wir schauen uns die einzelnen Bauteile genau an, ziehen Muttern nach und reparieren kleinere Schäden«, erklärt Philipp Musiol, der gerade erst sein Master-Studium abgeschlossen hat: vom Hörsaal in die Höhe sozusagen.

Tags zuvor im Teuto

Anfangs, sagt der 27-Jährige, habe er noch Muffensausen gehabt. »Jetzt habe ich Blut geleckt. Für mich kann’s gar nicht hoch genug gehen.«

Der Aufstieg des Herforder Senders war für die beiden Ingenieure im Grunde ein Klacks. Tags zuvor war das Duo im Teutoburger Wald im Einsatz. Die Anlage auf dem Bielstein misst 290 Meter.

 

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