Warsteiner verhandelt weiter mit möglichen Partnern oder Käufern
Zukunft bei Herforder weiter ungewiss

Warstein/Herford (WB). Die Zeit wird allmählich eng: Bis Fe­bruar will die Warsteiner-Gruppe einen Kooperationspartner oder einen Käufer für seine Brauereitochter in Herford finden. »Wir verhandeln weiter«, erklärte ein Sprecher des Unternehmens jetzt auf Anfrage, ohne Details zu nennen.

Mittwoch, 17.10.2018, 07:41 Uhr aktualisiert: 17.10.2018, 07:50 Uhr
Eine Gruppe: Herforder Pils gehört zum Warsteiner-Unternehmen, ebenso übrigens das Paderborner Bier. Foto: Oliver Schwabe
Eine Gruppe: Herforder Pils gehört zum Warsteiner-Unternehmen, ebenso übrigens das Paderborner Bier. Foto: Oliver Schwabe

Bereits im Frühjahr war spekuliert worden, dass auch ein Handelsunternehmen in Frage kommen könnte. Nach einem Bericht der »Lebensmittelzeitung« lässt Edeka in Herford im großen Stil die Handelsmarken »Oscar Maxxum« und »Traugott Simon« produzieren.

»Auf jeden Fall weitergeht«

Die vor 140 Jahren gegründete Herforder Traditionsbrauerei beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter, darunter aktuell 13 Auszubildende – Warsteiner zufolge ein Rekord. Auch die kürzlich erfolgte Verlängerung des Sponsoring-Vertrages mit dem TBV Lemgo belege, dass es »mit der Brauerei in Herford auf jeden Fall weitergeht«.

Die neue Sorte »Landbier trüb« verkaufe sich besonders gut; das Nischenprodukt habe einen Marktanteil von 15 Prozent. Insgesamt sank der Absatz im ersten Halbjahr nach Angaben des Sprechers leicht unter Vorjahresniveau.

150 Stellen abgebaut

Zeitgleich mit dem Plan für Herforder hat Warsteiner Anfang Februar angekündigt, bis zu 240 der 1500 Arbeitsplätze in der Unternehmensgruppe abzubauen. Bei 150 Stellen sei das inzwischen erfolgt. In der Warsteiner-Distribution stand der Abbau von 84 Jobs zur Disposition. Nun stehe die Brauerei kurz vor einer Lösung, in der »bis auf eine Handvoll« alle Arbeitsplätze erhalten werden.

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