Sa., 24.11.2018

73.000 Besucher kommen in den kleinen Herforder Zoo – so viele wie noch nie Tierpark-Café wird umgebaut

Weg mit dem Schutt: Derzeit werden Café und Sanitäranlagen entkernt. Doch die Handwerker müssen Gas geben. Knapp drei Monate Zeit bleibt, denn schon am 23. November startet der Tierpark in die neue Saison.

Weg mit dem Schutt: Derzeit werden Café und Sanitäranlagen entkernt. Doch die Handwerker müssen Gas geben. Knapp drei Monate Zeit bleibt, denn schon am 23. November startet der Tierpark in die neue Saison. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Herford (WB). Im Café Waldfrieden fliegt der Putz von den Wänden: Das Ausflugslokal wird in der Winterpause grundlegend umgebaut – erstmals nach 25 Jahren. Damit wird auf den gestiegenen Andrang reagiert. Der Tierpark vermeldet erneut einen Besucherrekord.

Steigerung um 14 Prozent

So viele Gäste wie in der gerade beendeten Saison konnte der kleine Zoo an der Stadtholzstraße noch nie begrüßen. »1993 sind wir mit 10.000 Besuchern gestartet, heute haben wir mehr als 73.000. Diese Zahlen bestätigen uns in unserem Tun«, sagt Tierpark-Geschäftsführer Sieghard Schöneberg. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies eine Steigerung um fast 14 Prozent.

Thorsten Dodt leitet den Tierpark, zu dem auch das Café Waldfrieden gehört. Foto: Moritz Winde

Doch nicht nur die tierischen Bewohner erfreuen sich großer Beliebtheit, sondern auch das Café. Nach dem Gang durch die Natur schätzen offenbar viele ein frisch gebackenes Stück Torte und dazu einen heißen Kaffee. Für die Kinder gibt’s ein Eis oder Bratwurst mit Pommes.

»An Wochenenden und Feiertagen ist es schwer, einen der 120 Sitzplätze zu bekommen«, sagt Tierpark-Leiter Thorsten Dodt, dessen Ehefrau Anja das Restaurant führt. Gleiches gilt für den Reibekuchen-Donnerstag.

Der Ansturm auf die frittierten Rundlinge – im Schnitt werden 75 Kilo Kartoffeln zu Teig verarbeitet – ist so groß, dass ohne Tischreservierung nur mit Glück etwas geht.

Zu eng für die Service-Crew

Doch so schön der enorme Zuspruch auch ist: »Unsere Service-Crew stößt an ihre Grenzen«, sagt Thorsten Dodt. Die gesamte Infrastruktur sei nicht für eine solch hohe Zahl an Gästen ausgelegt.

»Hauptproblem ist die Theke. Sie hat nur einen einzigen Zugang. Wenn wir mit zwölf Kräften gleichzeitig bedienen, wird es ganz schön eng.«

Das hat auch Tierpark-Geschäftsführer Sieghard Schöneberg erkannt. Der Wellteam-Chef investiert nach eigenen Angaben einen hohen fünfstelligen Betrag in die Sanierung. »Wir wollen mit dem Umbau das Café an die Attraktivität des Parks anpassen.«

Herzstück ist die neue Theke

Bevor es besser wird, wird’s aber erst einmal schlechter oder anders gesagt: Alles muss raus. Derzeit hallt der Lärm der Abbruchhämmer über das Areal. Das Lokal erhält eine komplett neue Einrichtung. Auch die Dekoration wird aufgehübscht.

Herzstück aber wird die Theke, die von zwei Seiten zu erreichen sein wird. Farblich soll der Name »Waldfrieden« Programm sein. Dodt: »Wir orientieren uns am Wald.«

Auch sämtliche Sanitäranlagen – inklusive der Toiletten im Tierpark – werden erneuert. Es ist also viel zu tun für die Handwerker in der doch recht kurzen Winterpause. Denn schon am 21. Februar soll das Café wieder eröffnen. Die neue Zoo-Saison startet zwei Tage später.

So soll’s kommen: Die Grafik zeigt die neue Theke – das Herzstück im Café Waldfrieden. Foto: Moritz Winde

 

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