Fr., 30.11.2018

Bahnhof soll für Rhein-Ruhr-Express fit gemacht werden – mit Video Bahnsteig 5 bald deutlich länger

Noch ist das Betreten dieses Abschnitts des Bahnsteigs 5 am Herforder Bahnhof verboten. Doch ab dem ersten Quartal 2019 soll der Arbeitsplatz von Bahn-Mitarbeiterin Tatjana Lohöfer für den RRX-Verkehr fit gemacht werden.

Noch ist das Betreten dieses Abschnitts des Bahnsteigs 5 am Herforder Bahnhof verboten. Doch ab dem ersten Quartal 2019 soll der Arbeitsplatz von Bahn-Mitarbeiterin Tatjana Lohöfer für den RRX-Verkehr fit gemacht werden. Foto: Jan Gruhn

Von Jan Gruhn

Herford (WB). Ab dem ersten Quartal 2019 wird das Gleis 5 am Herforder Bahnhof fit gemacht für den Rhein-Ruhr-Express (RRX). Dafür soll unter anderem der Bahnsteig verlängert werden.

Ab Dezember 2019 soll der RRX in Herford unterwegs sein, sagt Martin Nowosad. Über die Kosten kann der Bahnhofsmanager für Ostwestfalen-Lippe eigenen Angaben zufolge keine Aussage machen, weil zurzeit noch die Ausschreibungen liefen. Doch dürften wohl mehrere Millionen Euro nötig werden. Zum Vergleich: Sanierung und Ausbau des Bahnhofs in Bielefeld-Brackwede – auch mit Blick auf den RRX – kostet etwa 17 Millionen Euro.

Der Umbau an Gleis 5 soll laut Nowosad etwa ein Dreivierteljahr dauern. Der Bahnsteig soll am Ende stolze 220 Meter messen. Zudem wird es weitere technische Veränderungen geben.

Doch schon jetzt ist im und um den Bahnhof herum einiges passiert. So hat Bahnhofsmanager Nowosad rechts und links vom eigentlichen Gebäude zwei große Stahltore installieren lassen. »Und hier sieht man auch, warum«, erklärt er beim Ortstermin – und zeigt auf diverse leere Schnapsflaschen. Dunkle, sichtgeschützte Ecken zögen Müllsünder an. Dem will die Bahn mit den beiden neuen Toren vorbeugen.

Neue Fenster

Auch in der zumeist verwaisten Taxi-Zentrale rechts vom Haupteingang könnte künftig wieder mehr los sein. »Es gibt Bestrebungen einer Taxi-Unternehmerin, den Standort wieder zu beleben«, erklärt der Bahnhofsmanager. Zudem sollen einige Fenster am Hauptgebäude ausgetauscht werden. Das müsse allerdings in Vereinbarkeit mit dem Denkmalschutz geschehen, unter dem das Gebäude stehe.

12.000 Kunden pro Tag

185 Züge verkehren täglich im Herforder Bahnhof. Etwa 12.000 Kunden kämen hier jeden Tag vorbei, sagt der Bahn-Mitarbeiter. Damit gehöre er zu den Bahnhöfen der Kategorie 2. Nur Bielefeld und Paderborn verfügen in OWL über den gleichen Status. Deshalb sei es auch so wichtig, die Örtlichkeit zu pflegen, betont Nowosad.

Metall statt Holz

Insgesamt 130.000 Euro investiere die Bahn derzeit in die Renovierung. Für neue Vitrinen, in denen die Zugfahrpläne hängen, gab das Verkehrsunternehmen Nowosad zufolge 15.000 Euro aus. Die alten Holzbänke wurde durch neue Metall-Sitze ersetzt, was mit 10.000 Euro zu Buche schlage. Für einen neuen Anstrich – sowohl an der Außenfassade linksseitig als auch in der Empfangshalle – werden 83.000 Euro fällig.

Bünde wird zur Chefsache

»Wir führen regelmäßig Befragungen durch«, erklärt Nowosad. Demnach seien die Ergebnisse für den Herforder Bahnhof überproportional gut. »Wir haben hier eine hohe Kundenzufriedenheit.«

Auch beim Thema Aufzüge gibt er sich zufrieden: »Zwischen 6 und 22 Uhr haben wir in Herford eine 95-prozentige Verfügbarkeit.« Das ist nicht im ganzen Kreis Herford so: I n Bünde gibt es seit Längerem Probleme mit der Inbetriebnahme. Laut Nowosad wurde diese Angelegenheit jetzt sogar zur Chefsache erklärt.

Martin Nowosad neben einem der neuen Stahltore. Foto: Jan Gruhn

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