Fr., 11.01.2019

Line-Dance-Weltmeisterin aus Herford vertritt Deutschland bei World Championships of Performing Arts Liza trainiert für Hollywood

Training zu Hause vor dem Spiegel: Liza Snow (22) wird sich in den nächsten Monaten auf die Weltmeisterschaft der darstellenden Künste in Hollywood vorbereiten. Sie ist für das 35-köpfige Team Deutschland ausgewählt worden.

Training zu Hause vor dem Spiegel: Liza Snow (22) wird sich in den nächsten Monaten auf die Weltmeisterschaft der darstellenden Künste in Hollywood vorbereiten. Sie ist für das 35-köpfige Team Deutschland ausgewählt worden. Foto: Bexte

Von Bernd Bexte

Herford (WB). Was für eine Karriere! Vor einem Jahr errang Liza Snow bei den Weltmeisterschaften im Line Dance den Titel als beste »Newcomerin«, jetzt wurde die Herforderin für das Team Deutschland bei den World Championships of Performing Arts nominiert.

Vom 12. bis 21. Juli werden in Hollywood Sänger, Musiker, Tänzer, Artisten, Schauspieler und Models in nationalen Teams gegeneinander antreten. »Dieser Wettbewerb ist noch mal eine Nummer größer als die Line-Dane-WM«, erzählt Liza Snow. Bei einem Casting in Köln wurde sie für das insgesamt 35-köpfige Team Deutschland ausgewählt.

Die zierliche Herforderin – sie heißt übrigens wirklich so, ihr Großvater war Engländer – ist leidenschaftliche Tänzerin. Weil sie aber nur 1,50 Meter groß ist, hatte sie immer Schwierigkeiten, einen Tanzpartner zu finden. Aus Frust hatte sie den Tanzsport zwischenzeitlich sogar schon ganz aufgegeben. Dann entdeckte sie den Line Dance, jenen Westerntanz, der auch solo funktioniert.

2018 gewann Liza Snow einen WM-Titel. Foto: WB

Drei Choreografien

Und wie! Anfang 2018 wurde sie in San Francisco bei ihrer WM-Premiere als beste Neueinsteigerin gekürt.

Jetzt könnte der nächste große Titel folgen. Bei den World Championships of Performing Arts (WCPA), den Weltmeisterschaften der darstellenden Künste, wird sie sich gleich dreimal der Jury stellen: »Ich trete mit drei Choreografien an: Line Dance, Standard-Latein und in der Kategorie ›Open‹, die man frei gestalten darf«, erzählt Liza Snow. Derzeit trainiert sie noch zu Hause vor dem Spiegel. Im Februar soll es dann aber richtig los gehen.

Für die Line-Dance-Choreografie hat sie einen neuen Trainer aus den Niederlanden engagiert, für das Latein-Programm steht ihr Rolf Laubert vom TTC Grün Gold Herford zur Seite. Trainieren kann man aber auch abseits des Parketts: »Die Choreografien sind eigentlich immer präsent. Sogar beim Einkaufen gehe ich die Schritte im Kopf durch.«

Sportlerehrung im März

Team Deutschland wird sich im Juli in Hollywood auch gemeinsam präsentieren. »Jedes teilnehmende Land bereitet eine Choreografie mit landestypischen Eigenheiten vor.« Auch wenn der Beitrag noch nicht genau feststeht: »Dirndl, Brezeln, aber auch der Mauerfall werden eine Rolle spielen«, verrät die 22-Jährige.

Bislang hält sie den Kontakt zu ihren Mannschaftskollegen über eine Whatsapp-Gruppe. »Im Mai werden wir uns aber bei einem Treffen kennenlernen.« Liza trainiert jedoch nicht nur für Titel und Trophäen. Mittlerweile kann man sie für ein 45-minütiges Soloprogramm buchen.

Und wenn sich nicht alles ums Tanzen dreht, studiert die Herforderin in Bielefeld Soziale Arbeit. Ihre Heimatstadt Herford hat erkannt, was sie an ihrer Weltmeisterin hat. Liza Snow wird bei der Sportlerehrung am 2. März im Rampenlicht stehen. »Das ist eine tolle Sache«, freut sie sich.

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