Peter Lacke baut in Schweicheln und strebt bis 2025 Umsatzverdoppelung an
Firmenzentrale für 24 Millionen Euro

Hiddenhausen (WB). Die Firma Peter Lacke ist auf einem rasanten Wachstumskurs: Sichtbarstes Zeichen ist der jetzt beginnende Bau einer neuen Firmenzentrale an der Herforder Straße. 24 Millionen Euro werden hier investiert.

Dienstag, 15.01.2019, 06:29 Uhr
Erster Spatenstich mit (von links) Architekt Andreas Wannenmacher, Landrat Jürgen Müller, Jana und David Peter mit dem zwölf Wochen alten Sohn Leonard, Seniorchef Andreas Peter sowie Andreas Homburg. Hinten ist die B239 zu sehen. Foto: Bexte
Erster Spatenstich mit (von links) Architekt Andreas Wannenmacher, Landrat Jürgen Müller, Jana und David Peter mit dem zwölf Wochen alten Sohn Leonard, Seniorchef Andreas Peter sowie Andreas Homburg. Hinten ist die B239 zu sehen. Foto: Bexte

Auf dem Gelände des Hauptsitzes in Schweicheln entsteht ein 67 mal 47 Meter großer Neubau mit 6830 Quadratmetern Geschossfläche. »Das Unternehmen wächst und wir müssen weitere Kapazitäten schaffen«, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter David Peter die Investition. Mit seiner Frau Jana, seinem Vater, dem Seniorchef Andreas Peter, Landrat Jürgen Müller, Andreas Homburg als Stellvertreter des Hiddenhauser Bürgermeisters und Architekt Andreas Wannenmacher (Bielefeld) unternahm er am Montag den ersten symbolischen Spatenstich.

Holding kehrt aus Herford zurück

In Hanglage zur B239 (Herforder Straße) hin werden ein viergeschossiges Bürogebäude und daran anschließend ein zweigeschossiges Laborgebäude entstehen. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2020 anvisiert – wenn es keine längeren wetterbedingten Pausen gibt.

»Dann werden auch die 20 Mitarbeiter unserer Holding von der Engerstraße in Herford hier einziehen«, sagt Andreas Peter. Aus Platzgründen haben sie seit vier Jahren in einem Ausweichquartier in der Kreisstadt ihren Arbeitsplatz.

So wird die neue Firmenzentrale aussehen.

So wird die neue Firmenzentrale aussehen. Foto: Augustin

Das viergeschossige Bürogebäude wird künftig das Entree zum Firmengelände markieren. Im Labortrakt sollen die Produkte entwickelt werden. »Dort wird auch eine Kantine und ein Fitness-Studio untergebracht«, kündigt David Peter an. Im Zuge des Neubaus wird die Einfahrt von der B239 neu geregelt. »Es wird eine Linksabbiegerspur entstehen.« Die muss das Unternehmen bezahlen. Andreas Homburg kündigte an, dass sich die Gemeinde Hiddenhausen an den Kosten (etwa 350.000 Euro) mit gut einem Drittel beteiligen wolle.

Altgebäude werden abgerissen

Nach Bezug des Neubaus werden bestehende Büro- und Lagergebäude abgerissen, um neue Kapazitäten für Versand und Lagerung zu schaffen. »Das Lager ist das Nadelöhr im Betriebsablauf«, erklärt der Seniorchef. Nach Abschluss dieses zweiten Bauabschnittes wird sich die Nutzfläche des Unternehmens um fast ein Drittel erweitert haben. Bereits im vergangenen Jahr waren durch Tiefbauarbeiten die Lösemittellagerstätten erweitert, eine Löschwasserzisterne eingerichtet sowie Parkplatze für die Mitarbeiter verlagert und ausgebaut worden.

Denn deren Zahl wird sich erhöhen. »Zu Beginn werden wir hier 160 Mitarbeiter sein, 40 weitere sollen noch hinzukommen«, sagt David Peter. Denn das Unternehmen fährt einen steilen Wachstumskurs: »Wir wollen unseren Umsatz bis 2025 auf dann 200 Millionen Euro verdoppeln«, kündigt Andreas Peter an.

Fachkräftemangel

Sorgen bereitet ihm allerdings der Fachkräftemangel, der auch seine Branche trifft. Zuletzt hatte Peter Lacke allerdings zu wenig Platz, um etwa Lacklaboranten ausbilden zu können. Das soll sich mit dem neuen Labortrakt ändern. Zudem arbeitet das Unternehmen mit BASF in Minden bei einer Verbundausbildung zusammen.

Andreas Peter bedankte sich bei der Gemeinde Hiddenhausen und auch beim Kreis für die zügige und problemlose Abwicklung bei der Bauplanung. Ullrich Richter vom Landschaftsbeirat des Kreises sprach mit Blick auf den Eingriff in die Landschaft von einer »fairen Lösung«.

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