Mo., 11.02.2019

Peter Buszkiewicz-Froese will die Erinnerung wachhalten Ehepaar Kelly unterstützt Briten-Museum

Kevin und Chrissie Kelly sind seit 45 Jahren verheiratet. Die Idee eines Museums habe sie schon lange, sagt die Ehefrau.

Kevin und Chrissie Kelly sind seit 45 Jahren verheiratet. Die Idee eines Museums habe sie schon lange, sagt die Ehefrau. Foto: Horstmann

Von Hartmut Horstmann

Herford (WB). Ganz begeistert von der Idee, in Herford ein Museum für die Briten auf den Weg zu bringen, ist Chrissie Kelly. Seit 45 Jahren ist sie mit einem Engländer verheiratet und sie sagt: »Das Thema Museum ist meinem Mann und mir sehr wichtig.«

Museum für die Enkelkinder

Anlass für ihre Äußerungen ist ein Artikel im WESTFALEN-BLATT (6. Februar), in dem Peter Buszkiewicz-Froese nach Gleichgesinnten sucht. Der 46-Jährige will die Erinnerungen an die Briten und ihre Rolle als Befreier wachhalten. Dabei denkt er an eine Art Museum. Zuallererst geht es ihm allerdings darum, zu testen, ob daran in Herford überhaupt Interesse besteht.

Offene Türen läuft er bei Chrissie und Kevin Kelly ein. Sie selbst habe die Museumsidee auch schon lange – und weiß, dass sie mit dem Wunsch nicht alleine ist: »Wir haben viele britische Freunde, die in Herford geblieben und interessiert sind.« Schließlich sollten auch die Enkelkinder noch etwas über die Britenzeit erfahren.

Regelmäßige Kontakte

Die Kellys sind in Herford gut vernetzt, so leiten sie einen Deutsch-Britischen Kreis, dem 35 bis 40 Personen angehören. Auf bis zu acht Events kommet der Kreis im Jahr.

Auf Facebook schreibt Chrissie Kelly: »Immer wieder kommen ehemalige Soldaten mit ihren Kindern oder Enkeln nach Herford zu Besuch. Ein regelmäßiger Kontakt besteht zwischen der Stadt und den Fernmeldern in Stafford.«

Ganz offensichtlich liegt der 69-Jährigen die richtige Erinnerungskultur sehr am Herzen, daher sagt sie auch: »Es ist beim Thema Museum wichtig, dass die richtigen Leute involviert sind.« So sei sie sehr erleichtert gewesen, als sie erfuhr, dass auch Museumsleiterin Sonja Langkafel Kontakt zu Peter Buszkiewicz-Froese aufgenommen habe.

Räume in Hammersmith-Kaserne

Von 1945 bis 2015 waren die Briten in Herford – ein langer Zeitraum, in dem sich auch das Verhältnis der Soldaten zur Bevölkerung verändert hat. Anfangs lebten die Briten in abgetrennten Bereichen, später entstanden Freundschaften. Im Falle der Familie Kelly kam es sogar zur völkerverbindenen Eheschließung. Eine Ausstellung müsse die Entwicklung dokumentieren, sagt Chrissie Kelly.

Als Ort würden sich aus ihrer Sicht Räume in der Hammersmith-Kaserne anbieten. Vom Personal her könne man solche Erinnerungsräume ehrenamtlich betreuen. An zeigenswerten Exponaten bestehe kein Mangel.

Wer zu Peter Buszkiewicz-Froese wegen seiner Museumsidee Kontakt aufnehmen will, kann ihm eine Mail scheiben .

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