Mi., 20.02.2019

Radfahrer Gerd Büntzly liefert Streckeninspektion Wo die Wege besser werden müssen

Auf dem Wall mit dem Fahrrad unterwegs. Gerd Büntzly bei der Inspektionsfahrt.

Auf dem Wall mit dem Fahrrad unterwegs. Gerd Büntzly bei der Inspektionsfahrt. Foto: Moritz Winde

Herford (WB). Wo immer Gerd Büntzly in Herford hin will, nimmt er dafür das Fahrrad. Der 69-Jährige ist passionierter Radfahrer und hat im Laufe der Jahre auch einen besonderen Blick auf die Wege und Strecken entwickelt, die den Radfahrern in der Stadt zur Verfügung stehen.

Gutes Beispiel Augustastraße

In den vergangenen Wochen hat er etliche Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Dabei kommt Gerd Büntzly durchaus zu drastischen Urteilen: »Die einzige Fahrradstraße in Herford, die diesen Namen verdient, ist die Augustastraße. Die ist breit genug, um sowohl Fahrrädern wie Autos Platz zu bieten.«

Wo Radfahrer und Autofahrer sich sehr nahe kommen

Ganz anders sehe dies jedoch an der Straße Weddigenufer aus. Auch hier weise ein Verkehrsschild auf eine Fahrradstraße hin, »aber auf dem Sträßchen ist kein Platz mehr, wenn dem Radfahrer ein Auto entgegenkommt und zugleich ein anderes Fahrzeug am Straßenrand parkt«.

Immer wieder brenzlige Situationen

Das Weddigenufer ist ein Sträßchen, immerfort von Parksuchverkehr heimgesucht. Die Straße ist zwar als Fahrradstraße ausgeschildert, sie bietet aber einem Rad keinen Platz mehr, wenn ein Auto entgegenkommt. Die Autos, die sehr oft auch zur angrenzenden Schule fahren, verhalten sich im Allgemeinen durchaus rücksichtsvoll und steuern die nächste Lücke an, sobald ein Fahrrad entgegenkommt. Dennoch kommt es hier manchmal zu brenzligen Situationen.

Eng wird es an der Unterführung Lübbertor

Äußerst tückisch ist diese Engstelle an der Unterführung Lübbertor. Zwar gibt es Warnschilder, die auf den schmalen Weg hinweisen, dennoch müsse die Rampe an dieser Stelle verbreitert werden, sagt Gerd Büntzly. Die Rampe könne nach »außen« verbreitert werden, ohne dass dafür Bäume gefällt werden müssten, ist Büntzly überzeugt. Nirgendwo entlang des Walls werde es so eng wie an dieser Stelle, kritisiert der passionierte Radfahrer.

»Eine holprige Angelegenheit«

Seit Jahren wird in der Politik darüber diskutiert, dass die Mindener Straße in Herford erneuert werden muss. In diesem Zuge müsse vor allem auch an die Radfahrer gedacht werden, fordert Gerd Büntzly. Als holprige Angelegenheit bezeichnet er derzeit noch das Befahren des gemeinsamen Rad- und Fußgängerweges. Insbesondere jenseits der Straße »Im Großen Vorwerk« stadtauswärts hätten etliche Baumwurzeln den Untergrund angehoben.

Steg hinterm Pöppelmann-Haus

Eigentlich ist der Überweg über den Stadtgraben, der zum Daniel-Pöppelmann-Haus führt, nur für Fußgänger gedacht, moniert Gerd Bütnzly. Für ihn die einzige Lösung zur Verbesserung: »abreißen und doppelt so breit bauen«.

Wegeverlauf Am Gange

Wer mit dem Fahrrad vom Alten Markt zur Stadtbibliothek fahren will, sieht sich vor einer ganzen Reihe von völlig überflüssigen Hindernissen, sagt Gerd Büntzly. Kopfsteinpflaster, Bordsteinkanten, die beseitigt werden sollten. Wenn der Bereich im Zuge der Umgestaltung der Straße Am Gang neu gestaltet wird, sollte in jedem Fall auch an die Radfahrer gedacht werden.

Wer kennt weitere Hindernisse für Radfahrer?

Sollten Ihnen weitere Straßenzüge einfallen, in denen dringend etwas für den Radverkehr getan werden sollte, können Sie sich bei HK-Redaktionsleiter Ralf Meistes melden: entweder unter Telefon 05221/590810 oder per E-Mail an herford@westfalen-blatt.de.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6404187?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F