Do., 18.04.2019

Mit Maibock und Milch: Herford-Premiere für Robert Heitmanns Kreation Dieses Eis gibt’s erst ab 16

Für Herma (6) ist das Biereis noch nichts, dem Opa schmeckt’s aber umso besser: Robert Heitmann will mit seiner neuen Kreation die Besucher der Osterkirmes überzeugen. Für 20 Liter Eis braucht er mindestens fünf Liter Maibock.

Für Herma (6) ist das Biereis noch nichts, dem Opa schmeckt’s aber umso besser: Robert Heitmann will mit seiner neuen Kreation die Besucher der Osterkirmes überzeugen. Für 20 Liter Eis braucht er mindestens fünf Liter Maibock. Foto: Moritz Winde

Von Bernd Bexte

Herford (WB). Wenn Robert Heitmann von seiner neuen Eiskreation spricht, kommt er ins Schwärmen. »Das Bieraroma schmeckt man erst im Abgang, wie ein guter Wein der atmet.« Wirklich? Besucher der Osterkirmes können sich davon ab Samstag selbst überzeugen.

Beim neuntägigen Spektakel auf dem Innenstadtring gibt es viele Attraktionen: große und schnelle Karussells, laute Musik – und eben die ein oder andere Überraschung, wie zum Beispiel das Biereis des 52-jährigen Schaustellers aus Herford, dessen Familie bereits in fünfter Generation mit einem Eiswagen von Volksfest zu Volksfest zieht. »Die Idee kam mir im vergangenen Jahr beim Schützenfest in Hannover.

Da war das Bier viel zu warm.« Also versuchte Heitmann seiner kühlen Lieblingsspeise (»Wir machen alle Eissorten selbst.«) das ebenso beliebte Bieraroma zu verleihen. »Das habe ich dann gleich auf dem Schützenfest versucht, wo ich ja mit unserem Eiswagen war.« Die Premiere sorgte allerdings weniger für überschäumende Begeisterung als für einen überschäumenden Kessel der Eismaschine. »Ich habe da einfach zu viel Bier reingetan. Mit der Kohlensäure war das dann etwas problematisch.«

Fünf Liter Bier für 20 Liter Eis

Inzwischen hat Heitmann aber die richtige Rezeptur gefunden – die er natürlich nicht verrät. Nur so viel: »Für 20 Liter Eis brauche ich etwa fünf Liter Bier. Viel Milch ist natürlich auch drin und halt ein paar andere Zutaten.« Seine OWL-Premiere erlebte das Biereis im vergangenen Jahr beim Annentag in Brakel (Kreis Höxter). »Ich verwende immer nur regionales Bier. Damals kam das halt von der Rheder Brauerei in Brakel.«

Für das erstmalige Heimspiel mit der besonderen Eiskreation greift Heitmann auf Herforder Maibock (6,6 Prozent Alkohol) zurück. »Das passt doch ganz gut in die Jahreszeit.« Da er die Flaschen mit dem grünen Etikett allerdings im Getränkehandel noch nicht erstehen konnte, hat er sie sich direkt bei der Brauerei abgeholt.

Für die Frauen ein Champagner-Eis

Seine Idee für ein regional jeweils unterschiedliches Biereis kommt offenbar an. »Das verkauft sich gut.« Zumeist seien es Gruppen, die zu diesem Eis greifen. »Das soll aber mehr als ein Gag sein, jedes Eis muss schmecken«, hält er seine Eismacherehre hoch.

Ja, anfangs noch etwas cremig-vanillig, vermutet man bei der Verkostung nicht, dass hier Alkohol im Spiel ist. Das Bieraroma tritt dann aber später umso deutlicher zu Tage. Geschmackssache halt. Da der verwendete Gerstensaft seinen Alkoholgehalt bei der Produktion behält, darf das Eis übrigens nur an Kunden ab 16 Jahren verkauft werden.

Vor allem Männer greifen zu der kühlen Kreation. Deshalb hat sich Heitmann für weibliche Gäste eine Alternative ausgedacht. »Auf der Osterkirmes werde ich erstmals Champagner-Eis machen.«

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