Mi., 15.05.2019

Stadtentwicklungsgesellschaft legt überarbeitete Pläne vor – mit Beirat abgestimmt Ausschuss begrüßt neue Gebäude-Optik

So sollen die umgestalteten Gebäude in Zukunft aussehen. Bis 2020 sollen sie fertiggestellt sein.

So sollen die umgestalteten Gebäude in Zukunft aussehen. Bis 2020 sollen sie fertiggestellt sein.

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Nach deutlicher Kritik an den ursprünglichen Plänen für drei Studentenwohnhäuser auf dem Stiftberg hat die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEH) nun neue Pläne vorgelegt. Eine Mehrheit im Hauptausschuss begrüßte gestern die vorgenommenen Veränderungen.

»Zu klotzig« – so lautete das Urteil noch im Januar, als erste Entwürfe vorgelegt wurden, die den Umbau von drei Mannschaftsgebäuden auf dem Hammersmith-Gelände zeigten. In den umgebauten Kasernen sollen ab 2020 die 340 Fachhochschul-Studenten einziehen, die derzeit noch in Containern auf dem Areal der Wentworth-Kaserne untergebracht sind.

Drei Häuser sollen abgerissen werden

Insgesamt kauft die Stadt Herford von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sechs Häuser auf dem Hammersmith-Areal. Drei von ihnen werden für die Studenten umgebaut, drei weitere sollen abgerissen werden.

Für Kauf und Umbau der drei Häuser hat die SEH Kosten in Höhe von 34 Millionen Euro ermittelt. Hinzu kommen noch die Kosten für das Grundstück, den Abriss der drei anderen Häuser sowie die Kosten für die Umgestaltung einer ehemaligen Werkstatt.

Deutliche Kritik an den ersten Entwürfen der drei Studentenwohnhäuser kam seinerzeit vom Beirat für Stadtbildpflege. Aber auch die CDU und der Beigeordnete Dr. Peter Böhm zeigten sich von den ersten Plänen enttäuscht. Die Botschaft scheint angekommen zu sein.

Treffen mit Beirat für Stadtbildpflege

»Wir haben drei Treffen mit dem Beirat für Stadtbildpflege gehabt und können Ihnen jetzt Pläne vorlegen, mit denen wir als SEH auch sehr zufrieden sind«, sagte SEH-Geschäftsführer Dr. Jan Miller.

Im Zuge des Umbaus wird das Satteldach entfernt und durch ein zusätzliches Geschoss sowie ein Staffelgeschoss ersetzt. Die überarbeitete Version zeige drei moderne Wohngebäude, »die ihre Anmutung als ehemalige Kasernengebäude endgültig abgelegt haben«, erklärte Miller.

Lärchenholz als Verkleidung

In der Gestaltung wird das neue Vollgeschoss in den vorhandenen Baukörper integriert. Das eingerückte Staffelgeschoss setzt sich optisch durch eine Verkleidung mit Latten aus Lärchenholz ab. Das Lärchenholz wird zudem zur Akzentuierung der Fensterbänder verwendet. Auch das Treppenhaus soll durch das Holz hervorgehoben werden. Ansonsten wird die Fassade durchgängig weiß verputzt.

Miller dankte dem Beirat für Stadtbildpflege ausdrücklich für die konstruktive Zusammenarbeit. Petra Basler (SPD) bewertete den neuen Entwurf als ansprechend. Eckhart Klemens (FDP) hob hervor, durch die Integration des Vollgeschosses sei das Gebäude »optisch leichter« geworden. Werner Seeger (CDU) sagte, die Gebäude seien »optisch gefälliger«. Er habe aber nach wie vor Bedenken, was die Wirkung der dann fünfgeschossigen Häuser angehe.

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