Mi., 15.05.2019

Nadja Will gründet Netzwerk für brustkrebserkrankte Frauen – Infoabend »Aufgeben ist keine Option!«

Nadja Will (rechts) und Maureen Niediek engagieren sich, wenn es um das Thema Brustkrebs geht. Für kommenden Mittwoch, 22. Mai, laden sie zu einer Veranstaltung rund um dieses Thema ins Elsbach-Haus ein.

Nadja Will (rechts) und Maureen Niediek engagieren sich, wenn es um das Thema Brustkrebs geht. Für kommenden Mittwoch, 22. Mai, laden sie zu einer Veranstaltung rund um dieses Thema ins Elsbach-Haus ein. Foto: Karin Koteras-Pietsch

Herford (WB). Gut zwei Jahre ist es her, dass Nadja Will die Diagnose Brustkrebs erhalten hat– mit gerade einmal 34 Jahren. Doch aufgeben, den Kopf in den Sand stecken – das war für die Bielefelderin nie eine Option. Sie hat sich ins Leben zurückgekämpft und strotzt vor Energie. Und die setzt sie heute ein, um sich zu engagieren, um anderen Frauen zu helfen, Mut zu machen.

Info-Abend mit Dr. Thomas Heuser

Neben der oft guten medizinischen Versorgung mangele es häufig an Informationen. Nadja Will ist deshalb nun unterwegs, um die Menschen zu informieren. Kontakte knüpfen, netzwerken und austauschen sind die Stichworte. Einer der ersten Schritte ist eine Infoveranstaltung am kommenden Mittwoch, 22. Mai, im Elsbach-Haus. Gleich in mehrfacher Hinsicht wird es an diesem Abend um das Thema Brustkrebs gehen. Dr. Thomas Heuser, Chefgynäkologe am Klinikum Herford, wird einen Impulsvortrag über »Nachsorge=Vorsorge« halten.

Viel Raum, um Kontakte zu knüpfen

Weiter geht es um Vorsorge mit »discovering hands«. Hierbei wird der überlegene Tastsinn sehbehinderter Frauen genutzt. Natürlich wird ganz viel Raum fürs Netzwerken sein. Hierfür wird sich der »think pink.club« vorstellen, dessen Motto »Brustkrebs!? Gemeinsam für das Leben« ist.

Nadja Will möchte mit diesem Club, an dem sich jeder beteiligen kann, der einen Beitrag zum Thema Brustkrebs leisten möchte, ein unabhängiges und sektorübergreifendes Netzwerk schaffen. »Es soll Aufklärung bringen, Krebs in den Alltag integrieren, offene Worte sprechen und vor allem Hilfe und Unterstützung bieten«, sagt die junge Frau.

Menschen, die zuhören

Nadja Will möchte in dem Club ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit anderen betroffenen Frauen teilen. »Es darf nicht sein, dass Menschen und besonders junge Frauen und Mütter mit Brustkrebs allein gelassen werden, sich allein oder gar dem Schicksal ausgeliefert fühlen«, meint die 26-Jährige. Im Club findet jeder jemanden, der zuhöre und unterstütze. Sie selbst erfährt Unterstützung durch viele Firmen und Organisationen, aber auch durch Mareen Niediek, die ihre Website gestaltet hat und inzwischen zu einer guten Freundin geworden ist.

Vieles mehr über den Club können Interessierte bei der Veranstaltung am Mittwoch erfahren. Das Treffen soll auch gleichzeitig die Auftaktveranstaltung für den »ladies.talk« sein. »Wir wollen uns nach dem Auftakt ab 30. Mai alle 14 Tage im Denkwerk treffen«, lädt Nadja Will alle interessierten Frauen dazu ein.

Weitere Veranstaltungen geplant

Die Treffen werden, wie auch die Auftaktveranstaltung, um 19 Uhr beginnen. Geplant sind Events mit den »discovering hands«, eine Kampagnenveranstaltung »Sprich mit mir! über Krebs« der Krebsgesellschaft NRW, Vorträge, Trommelzauber mit Mario Argandona, »Paddeln für pink« beim Flat Water Race Cup des Kanu Clubs Herford, ein Trampolin-Workshop und vieles mehr. Weitere Infos:

www.think-pink.club

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