Sa., 18.05.2019

Bis dahin will die Stadt einen konkreten Plan vorlegen – Haftungsklage in Vorbereitung RGH: Entscheidung im September

Die drei oberen Geschosse dieses RGH-Traktes sind seit Ende März gesperrt. Grund: Nach der jüngsten Sanierung für 1,2 Millionen Euro fehlt jetzt der Brandschutz.

Die drei oberen Geschosse dieses RGH-Traktes sind seit Ende März gesperrt. Grund: Nach der jüngsten Sanierung für 1,2 Millionen Euro fehlt jetzt der Brandschutz. Foto: Moritz Winde

Von Bernd Bexte

Herford (WB). Wie geht es am Ravensberger Gymnasium (RGH) weiter, nachdem dort wegen fehlenden Brandschutzes die Fachräume gesperrt sind ? Im September will die Verwaltung eine erste Kostenschätzung vorlegen, was eine mögliche Sanierung oder ein Abriss und Neubau des Traktes kosten könnte.

»Auf dieser Grundlage wird es möglich sein, die notwendigen grundsätzlichen Entscheidungen zu treffen, damit Eltern, Schülerinnen und Schüler und natürlich die Schule selbst Planungssicherheit haben.« Das hat Bürgermeister Tim Kähler (SPD) am Freitag in der Ratssitzung mitgeteilt. »Es besteht das Ziel, das RGH schnellstmöglich zu ertüchtigen.«

Kähler: »Eine Standortdiskussion wird es nicht geben!«

Zudem stellte Kähler klar: »Eine Standortdiskussion wird es nicht geben!« Die Suche eines neuen Areals für das Gymnasium würde die angestrebte Sanierung der Schule um Jahre verzögern. Andererseits wäre auch die gute Zusammenarbeit mit dem benachbarten Friedrichs-Gymnasium, etwa durch gemeinsame Kursangebote, nicht mehr möglich.

Fachunterricht in Containern

Der Umbau und die Erweiterung der Schule würden weiterhin »zielstrebig erfolgen, da die Schule neben den Fachräumen auch schnellstmöglich weitere Klassenräume benötigt, da dies mit der Umsetzung von G9 zwingend erforderlich ist«. Die Übergangszeit – vom Sommer an wird der Fachunterricht in Containern erteilt – solle möglichst kurz gehalten werden.

Wer haftet für das Desaster?

Und wer muss für das Desaster haften? »Es wird letztlich wohl auf ein Gerichtsverfahren vor dem Landgericht hinauslaufen.« Die Stadt sei dabei, Fachanwälte für ein solches Verfahren zu beauftragen. Es gehe auch darum, alle relevanten Beweise vor Ort zu sichern. Auch hierzu werde die Verwaltung für September eine Vorlage erarbeiten.

Wie berichtet, prüft derzeit ein Ingenieurbüro aus Dormagen, ob der Fachraumtrakt erhalten werden kann. Bis die Ergebnisse vorliegen könnte es aber noch ein Jahr dauern. Viele Eltern halten diesen Zeitplan für inakzeptabel.

Konflikt um Bodenbelag ist befriedet

Befriedet ist indessen der Konflikt um den Bodenbelag der geplanten Dreifachturnhalle am RGH. Schulleiterin Rita Klötzer habe ihm am Donnerstag mitgeteilt, »dass sich die Schule jetzt auch für einen Parkettboden ausspricht«, erklärte der Bürgermeister.

Wie berichtet, hatte die Schule einen pflegeleichteren Kunststoffboden bevorzugt, die heimischen Basketballer hatten einen 20.000 Euro teureren Parkettboden favorisiert. Der Vorsitzende des Stadtsportbundes, Jürgen Berger, habe sich für das Einlenken bei der Schule bedankt, sagte Kähler.

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