Leon Bohnenkamp (17) vom HVfL qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaft im Segelflug
In schwieriger Thermik geschickt taktiert

Herford (WB). Toller Erfolg für Leon Bohnenkamp vom Herforder Verein für Luftfahrt (HVfL): Obwohl der 17-Jährige erst seine zweite komplette Saison nach dem Erwerb des Pilotenscheins fliegt, hat er sich bereits für die Deutsche Meisterschaft im Segelfliegen im kommenden Jahr qualifiziert.

Dienstag, 25.06.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 26.06.2019, 09:48 Uhr
Leon Bohnenkamp (17) fliegt erst seine zweite Saison nach dem Erwerb des Pilotenscheins. Trotzdem hat er sich mit dieser LS-4 für die Deutsche Meisterschaft im Segelflug qualifiziert. Foto: Henning Blomeyer
Leon Bohnenkamp (17) fliegt erst seine zweite Saison nach dem Erwerb des Pilotenscheins. Trotzdem hat er sich mit dieser LS-4 für die Deutsche Meisterschaft im Segelflug qualifiziert. Foto: Henning Blomeyer

Leon Bohnenkamp schaffte bei der Qualifikation der U25-Piloten, die vom 1. bis zum 8. Juni auf dem Flugplatz im lippischen Oerlinghausen stattfand, Platz drei in der Clubklasse und löste so das Ticket für die Deutsche Meisterschaft. Bei thermisch anspruchsvollen, teils widrigen Wetterlagen – es gab reichlich Gewitterwarnungen – kämpften 30 Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren um die besten Platzierungen, darunter auch zwei Pilotinnen.

Für die Vereine der Flugplatzgemeinschaft Oerlinghausen waren neben Leon Bohnenkamp auch Lukas Brune für den FSV Steinhagen und Ben Geertz vom HVfL dabei.

Beim »Teuto-Race 2019« wurden zwei unterschiedliche Flugzeugklassen gewertet: 11 Maschinen starteten in der Standardklasse, 19 in der Clubklasse. Weil sich diese Klassen in der Leistungsfähigkeit der Flugzeuge unterscheiden, wurden den Standardklassefliegern etwas anspruchsvollere Aufgaben gestellt als den leistungsschwächeren Maschinen der Clubklasse. Leon Bohnenkamp flog mit einer LS-4 seines Vereins.

Geschicktes Taktieren

Das Wetter verlangte von den Teilnehmern an drei Wertungstagen geschicktes Taktieren, um die gesteckten Aufgaben zu erfüllen und möglichst am Ende jedes Tages sicher nach Oerlinghausen zurückkehren zu können. Das gelang nicht immer. So mussten am 2. Juni insgesamt acht Segelflieger wegen schwindender Aufwinde eine sichere Außenlandung auf einem Acker bei Bad Driburg hinlegen, um sich und ihre Flugzeuge dort von Helfern abholen zu lassen.

Insgesamt war die Quote der Außenlandungen während des Wettbewerbs recht hoch, ein Procedere, das Segelflieger während der Ausbildung immer wieder üben und das einer generellen Erlaubnis unterliegt.

Größter Segelflugplatz Europas

Bei der Siegerehrung war neben dem erst kürzlich zum Präsidenten des Deutschen Aeroclubs (DAeC) ernannten Stefan Klett auch der Trainer der Segelflug-Nationalmannschaft Wolli Beyer vor Ort. Er hatte mit Stephan Olessak, Leiter der Segelflugschule Oerlinghausen, den Wettbewerb mitorganisiert. Auch Rolf Tiemeyer, Geschäftsführer der Flugplatzgemeinschaft Oerlinghausen freute sich über die perfekte Organisation des wichtigen Ereignisses auf dem größten Segelflugplatz Europas.

Der Abend der Siegerehrung wurde lang und fröhlich. Bei Leckereien vom Grill, gemeinsamem Essen und Austausch der Erlebnisse feierten die Jugendlichen mit den Organisatoren und Helfern bis spät in die Nacht.

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