Sa., 13.07.2019

Arbeiten Unter den Linden verzögern sich durch Kampfmittelräumdienst Bombensuche statt Baubeginn

Im Wallabschnitt zwischen Mönchstraße und Friedhofstraße verlegen die Stadtwerke Herford neue Gas- und Wasserleitungen. Vor Beginn der Ausschachtungsarbeiten musste der Bereich vom Kampfmittelräumdienst auf Blindgänger untersucht werden.

Im Wallabschnitt zwischen Mönchstraße und Friedhofstraße verlegen die Stadtwerke Herford neue Gas- und Wasserleitungen. Vor Beginn der Ausschachtungsarbeiten musste der Bereich vom Kampfmittelräumdienst auf Blindgänger untersucht werden. Foto: Peter Schelberg

Von Peter Schelberg

Herford (WB). Mitte Juni sollten die Arbeiten eigentlich beginnen, doch erst seit Ende vergangener Woche verlegen die Stadtwerke neue Gas- und Wasserversorgungsleitungen am Wall Unter den Linden.

Bei Anwohnern herrschte zwischenzeitlich Rätselraten, warum einerseits der Seitenstreifen mit Parkplätzen im Abschnitt zwischen Mönch- und Friedhofstraßen gesperrt wurde, andererseits nach kleineren Vorarbeiten die Baustelle ruhte. Unmut machte sich breit. So kritisierte beispielsweise Arno Schrader auf Facebook die aus seiner Sicht »unsinnige Sperrung«.

Keine Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg geortet

Als Grund für die Verzögerung verweist Christine Brinkmann, Sprecherin der Stadtwerke Herford, auf Sondierungsarbeiten des Kampfmittelräumdienstes. Die seien bei Tiefbaumaßnahmen in der Innenstadt erforderlich, um Gefahren durch Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich auszuschließen. Am 19. Juni habe der Sondierungstermin stattgefunden.

Vor Ort hätten die Stadtwerke anschließend jedoch noch keine Freigabe für die Arbeiten bekommen – sondern lediglich die Auskunft, dass die Auswertung etwa zwei Wochen dauern werde. Am 2. Juli habe die Behörde dann letztlich das Okay gegeben, nachdem im Boden keine gefährlichen Blindgänger geortet wurden.

AOK-Firmenlauf noch abgewartet

»Weil aber für den 3. Juli der AOK-Firmenlauf angesetzt war, machte es keinen Sinn, vorher bereits mit den Baggerarbeiten zu beginnen. Deshalb haben wir diese Veranstaltung noch abgewartet«, erläutert Brinkmann. Sie rechnet mit einer Gesamtbauzeit von etwa zehn Wochen – mit entsprechenden Einschränkungen im Bereich des Walls.

Vor der Sondierung hätten die Stadtwerke Gehwegplatten aufnehmen müssen, da diese die Suche nach Blindgängern beeinträchtigen können. Um die Verkehrssicherungspflicht zu gewährleisten, seien anschließend die so entstandenen Löcher zunächst provisorisch mit Schotter befestigt worden.

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