Fr., 16.08.2019

Kommentar zum gefährlichen Pilzbefall zahlreicher Bäume auf dem Homberg Mit offenen Karten spielen

So sieht ein Ahornzweig aus, der von der Rußrindenkrankheit befallen ist.

So sieht ein Ahornzweig aus, der von der Rußrindenkrankheit befallen ist. Foto: dpa

Von Bernd Bexte

Herford (WB). Die Natur funkt SOS: Die Nachrichten, die uns in diesen Tagen aus dem heimischen Wald erreichen, sind nicht nur besorgniserregend. Sie sind schlichtweg katastrophal.

Erst am Mittwoch machten heimische Forstexperten auf den angeschlagenen Zustand des Waldes aufmerksam , am Donnerstag verbreitete sich dann die Nachricht vom möglichen Sterben eines ganzes Forstes – von dem es im extrem waldarmen Kreis Herford nur sehr wenige gibt. Und immer sind es Dürre und Hitze, also der Klimawandel, die diese Notlage verursachen. Das sollte jedem zu denken geben.

Forstexperten hatten bereits im Frühjahr vor der Ausbreitung des Pilzes gewarnt. Jetzt hat es offenbar Herford getroffen. Dass die Verwaltung am Eingang zum Hombergwald mit Schildern auf die Gefahr hinweist , dürfte eine Selbstverständlichkeit sein. Dass die dadurch beunruhigten Spaziergänger allerdings nicht erfahren, was der Grund für die empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen ist, geht gar nicht. Auch wenn der Befund und das Ausmaß des Befalls noch nicht genau feststehen, sollte in einem solchen Fall, der auch für Menschen potenziell Risiken birgt, mit offenen Karten gespielt werden.Bernd Bexte

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