Fr., 13.09.2019

Fragen zum geplanten Baugebiet – freie Fahrt für Landwirt Döpke Stedefreunder äußern Bedenken

Dort, wo die neuen Wohnhäuser entstehen sollen, befindet sich jetzt noch ein Acker. Auf dem Areal sollen vier Mehrfamilienhäuser, 27 Einfamilienhäuser und sechs Doppelhäuser errichtet werden. Etliche Anlieger sind gegen das Bauvorhaben.

Dort, wo die neuen Wohnhäuser entstehen sollen, befindet sich jetzt noch ein Acker. Auf dem Areal sollen vier Mehrfamilienhäuser, 27 Einfamilienhäuser und sechs Doppelhäuser errichtet werden. Etliche Anlieger sind gegen das Bauvorhaben. Foto: Moritz Winde

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Mehr Häuser, dafür keine Kita und eine veränderte Verkehrsführung: So sehen die geänderten Pläne für ein Neubaugebiet in Stedefreund aus. Die Stadt Herford will auf einer Ackerfläche zwischen Stedefreunder Straße, Im Jammertal und Donopweg den Bau von etwa 80 Wohneinheiten genehmigen.

Bedenken kommen von den Anliegern, die am Mittwochabend in großer Zahl im Ratssaal die Sitzung des Bauausschusses verfolgt haben. Es wurden Fragen zum Ausbau der Stedefreunder Straße, zum allgemeinen Verkehrsaufkommen und zur Versickerung von Oberflächenwasser gestellt.

Eine Lösung gefunden hat die Bauverwaltung für Landwirt Ralf Döpke. Der hatte den Bauausschuss im Sommer auf seinen Hof eingeladen, um den Mitgliedern zu verdeutlichen, dass er auf Grundlage der ursprünglichen Planungen mit seinen Fahrzeugen nicht mehr von seinem Hof Im Obernholz zu seinen Feldern gelangen würde. Die neuen Pläne sehen eine verbreiterte Straße vor, die zudem so gestaltet wird, dass der Landwirt problemlos mit seinen Fahrzeugen passieren kann.

Straßenausbau gefordert

Überraschend sehen die Pläne von einem Bau einer Kita ab. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung hier einen zusätzlichen Bedarf gesehen. Dieser scheint nun nicht mehr so akut zu sein. Statt eines Kita-Baus könnte ein neues Wohnhaus zur zeitweisen Unterbringung von Kita-Gruppen genutzt werden. Details sollen in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 25. November erörtert werden.

Die SPD drängte in der Sitzung jedoch darauf, dass die für den Kita-Neubau vorgesehene Fläche als Gemeindebedarfsfläche ausgewiesen wird. Im Zuge der Quartiersentwicklung könne an dieser Stelle in Zukunft auch ein Begegnungszentrum entstehen, sagte Hans-Jürgen Rühl (SPD).

Mit Blick auf den Bau von vier Mehrfamilienhäusern, 27 Einfamilienhäusern und sechs Doppelhäusern forderte ein Anwohner auch den Ausbau der Stedefreunder Straße. »Dafür ist der Kreis zuständig«, betonte Beigeordneter Dr. Peter Böhm. Es könne aber durchaus sein, dass der Bau der Häuser schneller umgesetzt ist, als der Ausbau der Stedefreunder Straße. »Das ist die falsche Reihenfolge«, machte ein Anwohner seinem Unmut Luft. Anlieger Klaus Himmelmann kündigte an, dass die Bürgerinitiative in Stedefreund weitere Fragen zur Versickerung des Oberflächenwasser habe, die zu einem späteren Zeitpunkt erörtert werden sollen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6923323?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F