Sa., 28.09.2019

Abriss der Ruine am Janup in den kommenden 14 Tagen geplant Die Mauer wird fallen

Mittlerweile hat der Eigentümer den Müll hinter dem Gebäude entfernen lassen. Die Hintertür ist mit Brettern zugenagelt worden. Dahinter ist weiterer Müll zu erkennen.

Mittlerweile hat der Eigentümer den Müll hinter dem Gebäude entfernen lassen. Die Hintertür ist mit Brettern zugenagelt worden. Dahinter ist weiterer Müll zu erkennen.

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Der öffentliche Druck auf den Eigentümer des Hauses Löhrstraße 8 zeigt Wirkung. Der Müll hinterm Haus wurde weggeräumt, der vermüllte Zwischenraum zwischen Dohm-Hotel und dem Nachbargebäude mit Spanplatten zugenagelt. Jetzt will der Eigentümer laut Stadtverwaltung auch die Mauer am Janup abreißen lassen.

»Die Mauer soll in den kommenden 14 Tagen abgerissen werden. Falls nicht, werden wir als Stadt dies übernehmen«, sagt Elke Verfürth, Leiterin der Abteilung Bauaufsicht im Rathaus.

Tiefe Risse im Mauerwerk

Denn das baufällige Gebäude zwischen Janup, Löhrstraße und Kirchgasse gilt als Gefahrenstelle. Das Mauerwerk zeigt tiefe Risse. Neben der Mauer sollen auch die Remise und die Sarghalle abgebrochen werden. Der Bereich ist weiträumig abgesperrt.

Seit Jahren ärgern sich Vertreter des Vereins Quartier Radewig, aber auch Vertreter der Stadt über das zugemüllte Grundstück. Zuletzt wollte die Stadt Herford das Dohm-Hotel und die umliegenden Gebäude kaufen, um den Bereich entwickeln zu können. Doch die Kaufverhandlungen gestalteten sich schwierig.

Landtagsabgeordneter macht sich ein Bild vor Ort

Immer wieder stehen Gebäude, wie beispielsweise das Haus Kirchgasse 2, das der Familie Zaky gehört, zur Zwangsversteigerung. Genauso häufig wird eine Versteigerung abgewendet. Der FDP-Landtagsabgeordnete Stephen Paul, Herfords Erster Beigeordneter Dr. Peter Böhm – sie alle haben sich in den vergangenen Wochen ein Bild vom Zustand der Häuser vor Ort gemacht.

Sollte der Eigentümer in den kommenden 14 Tagen die Mauer nicht abreißen, wird die Stadt Herford ein Abrissunternehmen damit beauftragen und dem Eigentümer die Kosten in Rechnung stellen. »Hier greift das Bauordnungsrecht«, sagt Elke Verfürth.

Müll ist zum Teil entfernt worden

Was den Müll auf dem Grundstück betrifft, so hatte Beigeordneter Dr. Peter Böhm bereits vor zwei Wochen erklärt, dass dafür die Abfallwirtschaftsbehörde des Kreises zuständig sei. Allerdings gab es abfallrechtlich keinen Handlungsbedarf, da sich der Müll im Wesentlichen in einem privaten Gebäude befand. Wenigstens der Müll im Umfeld ist nun vom Eigentümer entfernt worden.

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