Stella Ahlers über die Firmengeschichte, die Kraft gibt und lehrt, beweglich zu bleiben
»Wir leben in herausfordernden Zeiten«

Herford (WB). »Wir müssen beweglich und agil bleiben«: Das ist eine Lehre, die Stella Ahlers aus der 100-jährigen Geschichte des Familienunternehmens zieht. Es habe gezeigt, dass es auch große Herausforderungen meistern kann. »Das gibt Kraft in der heutigen Zeit, die erneut herausfordernd ist«, sagt Ahlers im Gespräch mit WESTFALEN-BLATT-Redakteur Bernhard Hertlein.

Dienstag, 01.10.2019, 11:39 Uhr
Stella Ahlers steht seit 2005 an der Spitze der von ihrem Großvater gegründeten Ahlers AG. Foto: Bernhard Hertlein
Stella Ahlers steht seit 2005 an der Spitze der von ihrem Großvater gegründeten Ahlers AG. Foto: Bernhard Hertlein

Vor 100 Jahren, als Ahlers gegründet wurde, war guter Stoff gerade Mangelware. Teilweise wurden 1919 alte Uniformen zu Sakkos umgearbeitet. Es funktionierte. Aber heute sieht Männermode natürlich anders aus. Was empfehlen Sie aktuell einem Mann für die Freizeit und fürs Büro?

Stella Ahlers: Ich finde immer noch, dass ein Mann in Anzug und Krawatte im Büro gut aussieht. Gleichzeitig gibt es aber seit Jahren einen Trend zu lässigerer Kleidung, der auch als »Casualisierung« bezeichnet wird. Die Dresscodes haben sich insgesamt gelockert – selbst bei Bankern, Juristen oder Wirtschaftsprüfern. Ein Mann ist heute mit seiner Kleidung nicht mehr so festgelegt. Beliebt ist aktuell ein Smart-Casual-Look, der sowohl im Büro als auch in der Freizeit gut funktioniert.

Vor 100 Jahren gab es natürlich das Internet noch nicht. Welche Zukunft geben sie dem traditionellen stationären Modehandel?

Ahlers: Der traditionelle stationäre Modehandel leidet seit Jahren unter Frequenzrückgängen. Trotzdem bleibt er ein wichtiges Standbein für den Konsum von Bekleidung. Manche Händler reagieren auf diese Entwicklung, indem sie die Verkaufsflächen für Accessoires wie Schuhe und Taschen vergrößern oder temporäre Kooperationen mit Anbietern von Produkten wie etwa Wohnaccessoires eingehen. Eine weitere Möglichkeit, Frequenz zu erzeugen, besteht durch das Angebot zusätzlicher Veranstaltungen. So kann man Lesungen oder Kunstevents vor Ort anbieten.

Zuletzt durften wir beispielsweise unter dem Motto »Mode trifft Kunst – eine Kooperation der besonderen Art« bei unserem Kunden Hagemeyer in Minden Auszüge unserer Ausstellung »Gesicht und Maske – Rollenspiele in der Portraitkunst« zeigen.

Mindestens ebenso wichtig aber ist die Vernetzung von Online- und Offline-Angeboten. Das Zauberwort dafür heißt Crosschannel. Ziel ist es, dem Konsumenten auf allen Ebenen Kaufanreize zu schaffen.

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