Do., 10.10.2019

In fünf von 30 Geschäftsstellen ändert sich das Angebot Volksbank stellt auf Selbstbedienung um

Symbolfoto.

Symbolfoto. Foto: dpa

Herford (WB). Die Volksbank Bad Oeynhausen-Herford strukturiert ihr Filialnetz um: Fünf von 30 Geschäftsstellen werden zum 1. Januar 2020 in reine Selbstbedienungs-Geschäftsstellen umgebaut. Betroffen davon sind die Standorte an der Enger­straße in Herford, Stift Quernheim in Kirchlengern, Gohfeld in Löhne sowie Wulferdingsen und ZOB in Bad Oeynhausen.

Als Grund gibt die Volksbank in einer Pressemitteilung das stark veränderte Kundenverhalten an. Umfassende Analysen hätten gezeigt, dass ein Großteil der Dienstleistungen heute über Online- und Telefonbanking, die Banking-App der Volksbank sowie den SB-Bereich abgewickelt werde. Gut die Hälfte aller Konten werde mittlerweile online geführt. Die Online-Filiale sei die meistbesuchte Geschäftsstelle der Bank. Immer mehr Kunden würden außerdem die Möglichkeit nutzen, sich an der Supermarktkasse Bargeld auszahlen zu lassen.

Bei den fünf Standorten, die nun zu Selbstbedienungs-Geschäftsstellen umgebaut würden, handele es sich um kleine und vergleichsweise schwach frequentierte Geschäftsstellen. Die von der Umstellung betroffenen Kunden sollen rechtzeitig eine Information darüber erhalten, in welcher Geschäftsstelle ihr Konto ab dem kommenden Jahr weitergeführt wird und wo sie ihren persönlichen Berater in Zukunft erreichen können.

Personal verstärkt andere Stellen

Die »moderate« Umstrukturierung sei auch deshalb notwendig, um an anderer Stelle die personellen Kräfte bündeln zu können. Denn zum neuen Konzept der Bank gehören ab Januar auch verlängerte Beratungszeiten, die bis in die Abendstunden hinein angeboten werden.

Dafür öffnen die Geschäftsstellen der Volksbank ab Januar erst um 9 statt um 8.30 Uhr. Am Mittwochnachmittag bleiben zudem alle Serviceschalter geschlossen. Je nach Geschäftsstelle und festgestellter Kundennachfrage gibt es noch weitere lokale Anpassungen. Alle künftigen Servicezeiten können im Internet sowie auf Flyern und Aushängen in den jeweiligen Geschäftsstellen eingesehen werden.

In den verbleibenden größeren Beratungscentern will die Bank ihren Kunden künftig verstärkt alle relevanten Beratungs- und Serviceangebote anbieten – darunter auch Baufinanzierungen und umfassende Anlageberatung sowie die gesamte Angebotspalette der genossenschaftlichen Verbundpartner (Bausparkasse Schwäbisch-Hall, R+V Versicherung, Union Investment).

Arbeitsplätze sollen nicht in Gefahr sein

»Bei komplexen Themen wünschen unsere Kunden weiterhin eine umfassende, persönliche Betreuung durch einen kompetenten Berater. Die Geschäftsstelle der Zukunft wird darum weniger ein Ort für reine Transaktionen, aber weiterhin ein Ort intensiver, persönlicher Beratung sein«, sagt Vorstandssprecher Andreas Kämmerling. Unabhängig von den neuen Servicezeiten könne das Angebot nach Terminvereinbarung von 8 bis 20 Uhr in Anspruch genommen werden.

Arbeitsplätze sollen durch das Maßnahmenpaket nicht gefährdet sein: »Wir sichern die über 350 Arbeitsplätze bei der Bank und tragen als einer der starken Arbeitgeber und Finanzierer des Mittelstands in der Region zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort bei«, sagt Andreas Kämmerling.

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