Di., 15.10.2019

Mann unbekannten Alters verurteilt – Widerstand gegen Polizei Flüchtling begrapscht an der Werre Zwölfjährige

Das Herforder Schöffengericht verurteilte den abgelehnten Asylbewerber zu einem Jahr Haft ohne Bewährung.

Das Herforder Schöffengericht verurteilte den abgelehnten Asylbewerber zu einem Jahr Haft ohne Bewährung. Foto: dpa

Von Bernd Bexte

Herford/Löhne (WB). An Herkunft, Alter, ja sogar Namen des Angeklagten hatte das Gericht erhebliche Zweifel – nicht allerdings an dem, was er am 10. Juni einem zwölfjährigen Mädchen in Löhne angetan hat. Weil er dem Kind am Werreufer an die linke Brust gefasst und versucht hat, es zu küssen, hat das Herforder Schöffengericht einen abgelehnten Asylbewerber zu einem Jahr Haft wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt – ohne Bewährung. Eingerechnet wurde in die Strafe sein Widerstand gegen Vollzugsbeamte bei der Festnahme.

Das Mädchen hielt sich am Nachmittag des Tattages mit zwei Klassenkameraden am Werreufer nahe der Schützenstraße auf. »Wir treffen uns dort häufiger, hören Musik, unterhalten uns«, sagte die Zwölfjährige am Montag vor Gericht aus. Plötzlich sei der Schwarzafrikaner aufgetaucht, habe versucht , Kontakt aufzunehmen. Er habe den Kindern Fotos von sich auf dem Handy gezeigt.

Angeklagter suchte Kontakt zu Kindern

»Wir haben ihn nur schlecht verstanden. Uns war das unheimlich«, berichtete einer der Jungen im Zeugenstand. Die drei Kinder hätten sich deshalb auf den Weg machen wollen, der Mann habe die Jungen per Handschlag verabschiedet. »Mich hat er an sich herangezogen, einen Arm um mich gelegt und versucht, mich zu küssen. Außerdem hat er mir fest an die linke Brust gefasst«, berichtete die Sechstklässlerin, begleitet von ihrer Mutter, vor Gericht. Sie habe sich jedoch losreißen und mit ihren Freunden auf dem Fahrrad flüchten können.

Die Eltern brachten den Vorgang zur Anzeige. In den Tagen danach hatten die Kinder den Mann mindestens zweimal im Bereich zwischen Werretalhalle, Bahnhof und Werrebrücke (Schützenstraße) gesehen und mit dem Handy fotografiert. Am 18. Juni wurde der Afrikaner festgenommen. Dabei leistete er erheblichen Widerstand. »Scheiß Deutschland«, rief er unter anderem nach seiner Festnahme im Polizeiauto.

Sexuelle Entgleisungen in der U-Haft

Der Mann, der selber sagt, er sei 21 Jahre alte und stamme aus Guinea, sitzt seitdem in der JVA Brackwede in U-Haft. Dort fällt er permanent negativ auf: durch »gewalttätige, obszöne und sexuelle Entgleisungen, vor allem gegenüber den weiblichen Bediensteten«, wie es in einem Bericht der JVA heißt, den die Vorsitzende Richterin Tanja Schwöppe-Funk vorlas. Gegen ihn seien im Gefängnis »umfangreiche besondere Sicherungsmaßnahmen« verhängt worden. Der Angeklagte gestand schließlich den Widerstand gegen die Polizei und wandte sich – von einer Dolmetscherin aus dem Französischen übersetzt – mit entschuldigenden Worten an die Kinder.

Sein Strafenregister beginnt mit einer unerlaubten Einreise nach Deutschland, reicht über Drogenhandel, Erschleichen staatlicher Leistungen bis zu Fällen sexueller Belästigung und Nötigung. Mehrfach tauchen abweichende Geburtsdaten und Namen auf. Weitere Verfahren sind anhängig. Der Haftbefehl bleibt in Kraft.

Kommentare

Donnerwetter.....

....bei den Straftaten bis hin zur Verunglimpfung einer ganzen Bevölkerung, die ihn duldet und ernährt...
ist das aber eine unwahrscheinlich angemessene Bestrafung. Nach 9 Monaten werden wir weiter über die Entwicklung dieses Zeitgenossen informiert werden...

1 Kommentare

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