Mi., 23.10.2019

Staatsanwalt: »Opfern geht es etwas besser« – Herforder in Bielefeld in U-Haft Nach Messerangriff: Verdächtiger schweigt

Am Tatort: Die Mordkommission »Orth« hat die Eingangstür des Familienhauses in Herringhausen versiegelt.

Am Tatort: Die Mordkommission »Orth« hat die Eingangstür des Familienhauses in Herringhausen versiegelt. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Herford (WB). Nach der Bluttat im Herringhauser Orthweg vom Sonntagabend erholen sich die beiden Frauen von ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. »Ihnen geht es etwas besser. Es besteht konkret keine Lebensgefahr«, sagt der ermittelnde Staatsanwalt Christoph Mackel.

Die 47-jährige Ehefrau kämpfte zwischenzeitlich sogar mit dem Tod. Nach Informationen dieser Zeitung soll sie im Koma gelegen haben, aus dem sie mittlerweile offenbar aufgewacht ist.

Offen ließ Mackel, ob ihr Gesundheitszustand bereits eine Vernehmung zugelassen hat. Nachbarn, zu denen Mutter und Tochter blutüberströmt geflüchtet waren, berichteten davon, dass die beiden gesagt hätten, der 47-jährige Ehemann und Vater habe auf sie eingestochen. Die Frauen erlitten Stichverletzungen in Gesicht und Oberkörper.

Weiter keine Angaben zum Motiv

Polizisten konnten den mutmaßlichen Täter – einen Imbissbetreiber deutscher Staatsangehörigkeit mit türkischen Wurzeln – in dem Familienhaus festnehmen, in dem es zu der gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen war. Zum möglichen Motiv machen die Behörden weiter keine Angaben. Es soll jedoch seit Längerem Streit zwischen den Ehepartnern gegeben haben.

Der Verdächtige sitzt wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung in der Bielefelder JVA in U-Haft. »Vor dem Haftrichter hat er keine Angaben gemacht«, sagt Staatsanwalt Mackel. Aus Polizeikreisen ist zu hören, an der Schuld des Mannes könne es aber kaum Zweifel geben, zu eindeutig seien die Beweise.

Der 47-Jährige wird von Christina Peterhanwahr verteidigt wird. Die Bielefelder Rechtsanwältin sagt, sie wolle zunächst die Akte lesen und sich dann mit ihrem Mandanten über das weitere Vorgehen besprechen.

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