Rollstuhlfahrer aus Herford macht Überraschungsrundflug über die Region
Happy-End für Michi

Herford (WB). Jetzt ist er doch noch mit dem Flugzeug abgehoben: Für Rollstuhlfahrer Michael Kleemeier gab es nach der Enttäuschung, den von seiner Mutter zum 40. Geburtstag geschenkten Tandem-Fallschirmsprung nicht antreten zu dürfen , jetzt ein überraschendes Happy-End.

Freitag, 22.11.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 13:00 Uhr
Michael Kleemeier (r.) sitzt beim Rundflug neben Holger Rohde. Der Pilot und seine Frau Christina hatten Michael und Mutter Rosemarie Kleemeier eingeladen, als sie gehört hatten, dass der zunächst versprochene Fallschirmsprung aus Sicherheitsgründen ausgefallen war. Foto: Rohde
Michael Kleemeier (r.) sitzt beim Rundflug neben Holger Rohde. Der Pilot und seine Frau Christina hatten Michael und Mutter Rosemarie Kleemeier eingeladen, als sie gehört hatten, dass der zunächst versprochene Fallschirmsprung aus Sicherheitsgründen ausgefallen war. Foto: Rohde

Ein Rundflug in einem Cessna-Sportflugzeug über die Region sorgte für helle Begeisterung. »Er war so überwältigt, wir sind sogar über unser Zuhause geflogen«, sagt seine Mutter Rosemarie Kleemeier, die mit an Bord war. Dabei kam der Flug auch für sie völlig überraschend. »Ich habe meiner Krankengymnastin Christina Rohde von Michael und dem ausgefallenen Geburtstagsgeschenk erzählt.« Einen Tag später rief die Physiotherapeutin an und lud Mutter und Sohn für das Wochenende auf den Flugplatz nach Porta Westfalica-Vennebeck ein. Rohde hatte ihrem Mann Holger von Michael berichtet.

Flug über das eigene Zuhause

Und da ihr Gatte einen Flugschein hat und von Vennebeck aus regelmäßig mit einer Maschine des dortigen Luftsportvereins abhebt, durften Michael und Rosemarie Kleemeier zum Selbstkostenpreis mitfliegen. »Ich fand das so traurig, dass das mit dem Fallschirmsprung nicht geklappt hat«, erzählt die Physiotherapeutin. »Da ist uns die Idee mit dem Flug gekommen.«

Damit es nicht wieder eine Enttäuschung gibt, falls doch noch irgendwas dazwischen kommt, hatte Rosemarie Kleemeier vorgesorgt. »Ich habe Michi nur erzählt, dass wir zum Kaffeetrinken nach Vennebeck fahren.« Als er dann vor Ort erfuhr dass er mit der Sportmaschine starten wird und sogar vorne im Cockpit Platz nehmen durfte, sei er völlig aus dem Häuschen gewesen. Das Hermannsdenkmal, Herford, Lemgo, das Weserbergland und natürlich die Porta Westfalica – eine Stunde lang sammelten sie Eindrücke aus der Luft. »Das war einmalig.«

Geplanter Sprung abgesagt

Rosemarie Kleemeier hatte ihrem Sohn Michael zu dessen 40. Geburtstag einen Tandem-Fallschirmsprung geschenkt . Bereits vor Ort am Flugplatz in Damme durfte Michael, der seit einem Autounfall vor 36 Jahren im Rollstuhl sitzt, aus Sicherheitsgründen dann aber doch nicht springen. Die Verletzungsgefahr sei zu groß, hieß es.

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