Konzert mit NWD-Musikern in der Laarer Kirche sehr gut besucht
Der Messias erklingt

Herford (WB). Das traditionelle Weihnachtskonzert der Auferstehungskirche Laar am 30. Dezember fand großes Interesse: Kirche und Empore konnten die Besucher kaum mehr fassen. Gegeben wurde der weihnachtliche Teil aus Händels „Messias“ in der Fassung von Mozart sowie zum Eingang das Fragment „Die Geburt Christi“ von Felix Mendelssohn – ein schönes Werk mit einem Terzett der drei Weisen aus dem Morgenlande und einem Chor, der den Aufgang des Sternes Jakob besingt. Die Leitung hatte Christiane Schmidt, das Orchester bestand aus Mitgliedern der Nordwestdeutschen Philharmonie.

Donnerstag, 02.01.2020, 15:05 Uhr aktualisiert: 02.01.2020, 15:08 Uhr
Christiane Schmidt leitete das Konzert, dessen Orchester aus Musikern der Nordwestdeutschen Philharmonie bestand. Das traditionelle Weihnachtskonzert in der Laarer Auferstehungskirche war sehr gut besucht. Foto: Gerd Büntzly
Christiane Schmidt leitete das Konzert, dessen Orchester aus Musikern der Nordwestdeutschen Philharmonie bestand. Das traditionelle Weihnachtskonzert in der Laarer Auferstehungskirche war sehr gut besucht. Foto: Gerd Büntzly

Mit stimmgewaltigem Bass

Mozarts Bearbeitung von Händels „Messias“, die erstmals im Haus des adeligen Dilettanten van Swieten erklang, fällt zunächst einmal durch die hinzugefügten Bläser auf. Vor allem Klarinetten gab es zur Zeit Händels noch nicht. Außerdem wurde der Chorpart etwas beschnitten und manche Teile wurden den Solisten anvertraut, außerdem die Alt-Arie „Doch wer wird ertragen den Tag seiner Ankunft“ vom Bass gesungen. Gottfried Meyer erwies sich als stimmgewaltig im Rezitativ „So spricht der Herr“ und gab alles, um der Erhabenheit Gottes Stimme zu verleihen, wusste aber auch die Ängstlichkeit der Menschen mit großer Einfühlsamkeit auszudrücken.

Die Wirkung verstärkt

Der Tenor Jonathan Dräger eröffnete mit dem herrlichen Accompagnato „Tröstet mein Volk“ und der Arie „Alle Tale macht hoch erhaben“. Seine frische zupackende Art machte den angenehmsten Eindruck. Dariia Lytvishko sang die Altarie „O du, die Wonne verkündet in Zion“ und bestach durch eine dunkle, seelenvolle Stimmfärbung. Isabel Chrostek, Sopran, mit makelloser Intonation, besang die Hirten auf dem Feld und die Ankunft der Engel. Ihre Arie „Er weidet seine Herde“ vertiefte das Hirtenthema. Der Chor fiel mehrfach in den Gesang des Solistenensembles ein und steigerte damit dessen Wirkung, übrigens ein Effekt, den schon Händel nutzte und den Mozart dann mehrfach anwendete.

Erinnerung an Theodor Fontane

Zum Abschluss erklangen Halleluja und Amen aus dem zweiten und dritten Teil des Werkes, ein großes und erfolgreich durchgeführtes Wagnis. Denn das Halleluja ist zwar berühmt, ein echter Schlager, aber auch sehr schwer, und das Amen eine komplexe Fuge. Der Termin des Konzertes fiel zufällig auf den 200. Geburtstag Theodor Fontanes. Das Textbuch nimmt das zum Anlass einer ausführlichen Beschreibung des Nachlebens des Dichters heute.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7166305?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
OVG verbietet verkaufsoffene Adventssonntage
Volle Einkaufszentren, volle Innenstädte: Das OVG für NRW hat verkaufsoffene Sonntage im Advent untersagt. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker