Di., 14.01.2020

Kfz-Meisterbetrieb Krause zieht von Mennighüffen nach Wulferdingsen um Für die Zukunft gerüstet

Firmengründer Michael Krause (links) und Junior-Chef Pascal Hagemeier freuen sich, dass die neue Halle im Industriegebiet Sundernkämpe in Wulferdingsen bald bezogen werden kann. Dort steht auch eine moderne Hebebühne mit sechs Tonnen Hublast.

Firmengründer Michael Krause (links) und Junior-Chef Pascal Hagemeier freuen sich, dass die neue Halle im Industriegebiet Sundernkämpe in Wulferdingsen bald bezogen werden kann. Dort steht auch eine moderne Hebebühne mit sechs Tonnen Hublast. Foto: Gabriela Peschke

Von Gabriela Peschke

Löhne/Bad Oeynhausen (WB). Seit fast drei Jahrzehnten ist der Meisterbetrieb von Michael Krause an der Lübbecker Straße eine verlässliche Adresse für Autokauf und -reparatur. Jetzt zieht das Familienunternehmen wenige Straßen weiter. Denn im Industriegebiet „Sundernkämpe“ im benachbarten Wulferdingsen hat die Werkstatt Räumlichkeiten gefunden, mit denen sie sich für die Zukunft rüsten kann.

„Mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ gehe man der Veränderung entgegen, sagt Pascal Hagemeier, Junior-Chef in der Auto-Pro-Werkstatt seines Stiefvaters. Im Herzen von Mennighüffen, weithin erkennbar am blau-gelb-weißen Schriftzug vor dem Haus Nummer 122, ist der Kraftfahrzeug-Meisterbetrieb seit langem ansässig.

Mehr als 1000 Kunden mit jährlich rund 1500 Reparaturaufträgen

„Viele Kunden haben wir nicht zuletzt dadurch gewinnen können, dass wir gut erreichbar waren“, lobt Hagemeier die zentrale Lage. Doch genau die sei jetzt zum Problem geworden: „Mit inzwischen drei Fahrspuren und hohem Fahrzeugaufkommen zu bestimmten Tageszeiten ist der Bereich um das neue Einkaufszentrum zum Verkehrsbrennpunkt in Mennighüffen geworden“, sagt er. Das bringe Einschränkungen für die Werkstatt mit sich, da unter anderem Parkmöglichkeiten entfielen.

Aber nicht allein die Verkehrslogistik sei Grund für die Veränderung. „Wir haben uns über die Jahre ein gesundes Auftragsvolumen und eine verlässliche Kundenbasis erarbeitet“, freut sich der Junior-Chef, der als Betriebswirt im Kraftfahrzeug-Gewerbe inzwischen auch für die kaufmännische Seite des Unternehmens mitverantwortlich ist.

Mehr als 1000 Kunden mit jährlich rund 1500 Reparaturaufträgen, dazu aktive Fahrzeugvermittlung im Gebraucht- und Neuwagensektor, das braucht Kapazitäten und vor allem Platz. Derzeit müssen Reifenwechsel im rückwärtig erreichbaren Untergeschoss des Gebäudes vorgenommen werden, weil der Werkstattraum für die erforderliche Ausrüstung zu klein geworden ist. „Ganz zu schweigen von den Reifen, die wir extern lagern müssen, weil kein Platz mehr ist“, fügt Hagemeier hinzu.

„Hier wird reichlich Platz sein, auch wieder Fahrzeuge auszustellen“

Also hat sich das Team um Werkstatt-Gründer Michael Krause vor längerem entschieden, nach neuen Räumlichkeiten Ausschau zu halten. Jetzt sind sie gefunden: In Wulferdingsen, nur wenige Autominuten entfernt, konnte eine 300 Quadratmeter große Halle mit mehreren tausend Quadratmetern Außengelände angemietet werden. „Hier wird reichlich Platz sein, auch wieder Fahrzeuge auszustellen“, freut sich Pascal Hagemeier.

Mehr noch: Die neuen Räume werden Gelegenheit bieten, das Geschäftsfeld zu erweitern. Hagemeier: „Wir möchten künftig auch die Wartung von Wohnmobilen und Transportern ins Programm aufnehmen. Hier entsteht immer mehr Bedarf“. Dafür hat die mehr als sechs Meter hohe Halle unter anderem eine neue Hebebühne für bis zu sieben Tonnen Hublast. Doch damit nicht genug. „Die neuen Hybrid- und Elektrofahrzeuge stellen einen eigenen Markt dar“, sagt er.

„Wir müssen keinen Kunden wegschicken“

Dafür hat das Unternehmen bereits einen eigenen Mitarbeiter ausbilden lassen: Roman Engelke, 28 Jahre alt und Meister im Kraftfahrzeugtechniker-Handwerk. „Wir haben auch bisher immer Service und Wartung für alle Marken anbieten können“, unterstreicht Hagemeier. „Das ist für ein Familienunternehmen eine echte Investition in Sachen Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte“. Aber sie zahle sich aus: „Wir müssen keinen Kunden wegschicken“, sagt der Junior-Chef.

Und er ist stolz auf das gute Betriebsklima: „Wir sind ein eingeschworenes Team, seit vielen Jahren.“ Denn neben Michael Krause, Pascal Hagemeier und Roman Engelke als Meister helfen ein Geselle, ein Auszubildender und nicht zuletzt Michael Krauses Ehefrau mit, dass in dem kleinen Betrieb alles rund läuft. Bevor die neuen Räumlichkeiten am 15. Februar von 10 Uhr an in Betrieb genommen werden, soll noch einiges passieren. Der neu angeschaffte Lichteinstellplatz wird umziehen, ein Bremsen-Prüfstand mit Bluetooth-Schnittstelle soll hinzukommen. „Wir investieren hier in die Zukunft“, sagt Pascal Hagemeier.

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