Di., 25.02.2020

Braune und stinkende Brühe steht im Keller – Stadt Herford schweigt - mit Video Feuerwache unter Abwasser

Aus mehreren Schläuchen läuft das Abwasser aus der Feuer- und Rettungswache auf die Werrestraße. Immer wieder kommt es in dem städtischen Gebäude nach starkem Regen zu Überschwemmungen.

Aus mehreren Schläuchen läuft das Abwasser aus der Feuer- und Rettungswache auf die Werrestraße. Immer wieder kommt es in dem städtischen Gebäude nach starkem Regen zu Überschwemmungen. Foto: Moritz Winde

Von Moritz Winde

Herford (WB). Auf der Werrestraße schwimmen Klopapierreste und Fäkalien. Es riecht nach Kloake. Die braune Brühe kommt direkt aus der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache. Dort steht das Abwasser knöchelhoch im Keller. Und die Lösung des Problems ist wohl noch nicht gefunden.

Aus den Schächten kommen die Schläuche. Foto: Winde

Seit Tagen versucht der Immobilen- und Abwasserbetrieb das Gebäude trocken zu bekommen, doch es sickert immer wieder etwas nach. Etliche Schläuche ragen aus den Kellerschächten. Pumpen befördern ohne Unterlass das Wasser nach draußen.

SWK-Mitarbeiter öffnen Kanaldeckel und suchen nach verstopften Rohren. Auf der Einfahrt zu den Garagen der Einsatzfahrzeuge und auf dem Seitenrand der Hauptstraße haben sich längst tiefe und breite Pfützen gebildet. Auf dem Asphalt liegen die unappetitlichen Rückstände, die zuvor in den Toiletten der Gegend heruntergespült worden sind.

Die Stadt Herford will am Montag trotz mehrfacher Nachfrage keine Stellungnahme zur Überschwemmung in ihrer Immobilie geben, in der die Notfallretter der Hansestadt rund um die Uhr ihren Dienst tun (müssen). Die zuständigen Herren seien nicht im Haus, teilt Pressesprecherin Susanne Körner mit und bittet um Geduld bis Dienstag. Ein Betreten der Wache wird dem WESTFALEN-BLATT untersagt. Feuerwehrsprecher Christoph Büker macht ebenfalls keine Angaben, verweist an die Stadt.

Nicht zum ersten Mal gibt es Probleme dieser Art

Pfützen haben sich vor der Wache gebildet. Foto: Winde

Fakt ist: In mehreren Räumen steht das Schmutzwasser. Die Pegel sollen nach Informationen dieser Zeitung bei bis zu 20 Zentimetern liegen. Das ist sogar von außen durch die Schächte zu sehen. Betroffen sollen auch Zimmer ohne Abfluss sein. Das kann bedeuten, die Nässe muss sich ihren Weg an der Bodenplatte vorbei gesucht haben. Offenbar wurde die Mischwasser-Kanalisation nicht mit den heftigen Regenfällen der vergangenen Wochen fertig.

Es ist nicht das erste Wasser-Problem: Immer mal wieder bekommen die 100 Angestellten nach heftigem Regen in der Wache nasse Füße. Bislang hat es die Stadt Herford versäumt, für eine funktionierende Grundstücksentwässerung zu sorgen.

Daran dürfte die Verwaltung nun aber nicht mehr herum kommen: Der Unmut der Feuerwehrbeamten, Rettungssanitäter und -assistenten zumindest ist groß. Kein Wunder: Im Gebäude soll der Gestank mittlerweile kaum auszuhalten sein.

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