Fr., 28.02.2020

Opfer der Dauerbaustelle: Am 28. November ist Schluss – 87 Mitarbeiter betroffen Edeka Ernstmeierstraße in Herford schließt

Symbolfoto

Symbolfoto Foto: dpa

Von Bernd Bexte

Herford (WB). Es ist nicht der erste Händler, der wegen der Dauerbaustelle an der Salzufler Straße aufgibt, aber mit Abstand der größte: Der Edeka-Markt an der Ernstmeierstraße schließt Ende November. Das hat die Edeka Minden-Hannover am Freitag bestätigt.

Damit fällt der wohl wichtigste Nahversorger im östlichen Innenstadtbereich aus. Die 87 Mitarbeiter wurden am Donnerstagabend in einer Betriebsversammlung über das Aus informiert. Auch der Getränkemarkt schließt.

„Markt in den letzten Jahren immer sehr verlustreich“

Matthias Konrad, der den Markt mit einer Verkaufsfläche von 3800 Quadratmetern leitet, wollte sich nicht zu der unerfreulichen Entwicklung äußern und verwies an die Edeka-Zentrale nach Minden. „Ja, der Markt wird im November geschlossen“, erklärte eine Sprecherin. Später folgte eine Pressemitteilung.

Der Markt sei „trotz vielfältiger Maßnahmen und Investitionen in den letzten Jahren immer sehr verlustreich“ gewesen. Über Jahre habe man versucht die Attraktivität des Marktes für die Kunden zu verbessern – letztlich vergeblich. „Hinzu kam die zeitweise schlechte Erreichbarkeit des Marktes durch Straßenbaustellen.“ Für alle Mitarbeiter bestehe die Möglichkeit, sich auf Stellen im Edeka-Unternehmensverbund zu bewerben

Baustelle sorgte für Umsatzeinbußen

Marktleiter Konrad hatte im Oktober Umsatzeinbußen aufgrund der Baustelle – damals direkt vor der Zufahrt zum Edeka – geklagt. »Ich bin hier seit sechs Jahren Marktleiter, aber das ist hier die bislang größte Herausforderung«, hatte er damals dieser Zeitung gesagt.

Kunden, die mit dem Auto kamen, mussten die rückwärtige kleine Zufahrt an der Ernstmeierstraße nutzen. Und selbst für Fußgänger war der Supermarkt nur schwer zu erreichen. Sie mussten weite Umwege über die Jungfernstraße oder Brunnenstraße in Kauf nehmen. Gerade für ältere Menschen mit Einkaufs-Trolleys oder Rollatoren sei das unzumutbar, hatte Konrad damals geklagt.

 

Kommentare

Erst OBI-Baumarkt jetzt Edeka Supermarkt

Erst hat die Stadt Herford den OBI Baumarkt aus der Salzufler Straße verjagt, jetzt auch EDEKA.
Das Baustellen Management (wie schon Engerstraße) ist einfach schlecht in Herford. Es dauert alles viel zu lange. Es stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel. Hoffentlich wird mit der Fertigstellung von der Salzuflerstraße dann endlich der OBI Markt und ein Neugebauter EDKA Markt eröffnet. Potential ist in dem Stadtteil Herford Ost aufjedenfall vorhanden. Ab 2021 sollte die Straße dann endlich ja fertig sein.

Die Salzufler Str kommt gleich nach BER und Elbphilharmonie. Ein Skandal und die Anwohner und Geschäfte dort tun mir leid. Leider ist das nicht die einzige Dauerbaustelle in Herford. Ich habe gerade einen Bericht über die Adler Apotheke gelesen die auch aufgibt wegen der Dauerbaustelle vor der Haustür

Abriss und Neubau!

Der Supermarkt ist einfach zu alt und nicht auf dem Stand der Technik und moderne. Ein kompletter Abriss und Neubau wäre sinnvoll. Und auch notwendig. Weil in dem Stadtteil sonst keine Supermärkte vorhanden sind. Dann wenn auch die Salzuflerstraße fertig ist würde es wieder besser laufen. Voraussetzung dafür wäre ein größeres Sortiment und alles unter einem Dach inkl. Getränke.

Edeka Ernstmeierstr.

Es ist nicht sehr verwunderlich , das diese Vorkommnisse zu solchen Geschäftspleiten führen .
Und das ein Kommentar meint das dieses nicht nur an der Baustelle geht , weil es schon länger
so ist in diesem Markt . Die Erklärung ist ganz einfach , man sollte sich einmal die Mühe machen
und die Jahre und die Monate zusammen zählen wie lange das schon mit der Baustelle Salzuflerstr.
schon geht . Um es einmal zynisch da zu stellen , könnte man sagen , das Chinesen in dieser Zeit
einen Flughafen oder Krankenhäuser bauen .Was in Herford diesbezüglich seit Jahren abgeht , kann man
keinem vermitteln . Beispiele gibt es genug wo sich läppische Baustellen als Dauerbaustellen heraus stellen.
Und es scheint als ist nicht nur Herford davon stark betroffen . Scheint schon System da hinter zu stecken.
Wenn nach 1945 nach dem Krieg so gearbeitet worden wäre , würde Deutschland heute noch in Schutt und Asche liegen.

Mag ja sein, dass die Baustelle jetzt der letzte Tropfen war, der das Fass zum berlaufen gebracht hat, aber zum grossen Teil auch Eigenverschulden. ich wohne sehr nahe am dem Edeka und fahre mittlerweile eher zum Marktkauf Bad Salzuflen, weil ich da deutlich seltener vor leeren Regalen stehe. Ausserdem muss ich dort in der Regel auch nicht so lange an der Kasse stehen, weil nur 50% der Kassen besetzt sind. Das geht schon sehr lange so und nicht erst seit der Baustelle.

5 Kommentare

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