So., 08.03.2020

Coronavirus: Gruppe des List-Kollegs war zum Skilaufen im Risikogebiet Südtirol 34 Schüler vorsorglich in Quarantäne

34 Schüler des Friedrich-List-Berufskollegs müssen nach einer Tirolreise in häuslicher Quarantäne bleiben.

34 Schüler des Friedrich-List-Berufskollegs müssen nach einer Tirolreise in häuslicher Quarantäne bleiben. Foto: Moritz Winde

Herford (WB). Nach wie vor gibt es zwar keine weiteren bestätigten Corona-Fälle im Kreis Herford, 34 Schüler müssen jedoch vorsorglich in häusliche Quarantäne. Die Gruppe war im Risikogebiet.

Das bereits infizierte ältere Ehepaar , das sich nach einem Urlaub in Italien mit dem Virus infiziert hatte, ist immer noch in häuslicher Quarantäne. Den beiden geht es den Umständen entsprechend gut. Die Schülergruppe des Herforder Friedrich-List-Berufskollegs ist am Samstagabend von einer einwöchigen Skireise aus Südtirol zurückgekehrt. Südtirol gilt seit Freitag als Risikogebiet.

Alle 34 Schülerinnen und Schüler sowie die beiden Lehrkräfte und der Busfahrer seien wohlauf, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Herford. „Allerdings zeigen fünf Schülerinnen und Schüler leichte grippale Symptome – bei ihnen wurde ein Abstrich gemacht – das Ergebnis der Tests wird frühestens Montag erwartet.“

Vorsorglich wird die Gruppe bis auf weiteres die Schule nicht besuchen, alle befinden sich zunächst einmal in häuslicher Quarantäne und sind im Austausch mit dem Gesundheitsamt. Landrat Jürgen Müller ruft nach wie vor zur Besonnenheit auf: „Wir haben die Situation im Kreis Herford gut im Griff. Das spiegelt auch unser Bürgertelefon wieder. Die Anruferinnen und Anrufer sind sehr freundlich und die Anzahl der Anrufe hält sich auch in Grenzen.“

Bürgertelefon auch am Wochenende geschaltet

Allgemein gilt für Rückkehrer aus Risikogebieten, sich bei grippeartigen Symptomen zunächst telefonisch an den Hausarzt oder außerhalb der Sprechstunden an die 116117 zu wenden. Zudem hat der Kreis Herford ein Bürgertelefon geschaltet.

Im Gesundheitsamt des Kreises gehen zahlreiche Anfragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen ein. Daher bittet das Gesundheitsamt darum, bei allgemeinen Fragen so weit wie möglich auf die zahlreichen bestehenden Informationsangebote zurückzugreifen, um die Leitungen und die Kapazitäten der Mitarbeitenden für dringende Fälle freizuhalten.

Das Bürgertelefon des Kreises, 05221/131500, ist seit Donnerstag erreichbar – und zwar wochentags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15Uhr (Samstag) und von 9 bis 13 Uhr (Sonntag). Neben und außerhalb der Geschäftszeiten des Bürgertelefons gibt es auch weitere Hotlines, an die sich Bürgerinnen und Bürger wenden können.

Wer eine gesundheitliche Beratung bezüglich des Coronavirus braucht und fürchtet sich angesteckt zu haben oder seinen Hausarzt telefonisch nicht erreicht, kann sich telefonisch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden (116117). Auch das NRW-Gesundheits-Ministerium hat eine Coronavirus-Hotline geschaltet: 0211/91191001.

 

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