Sa., 14.03.2020

Dazu gehören vor allem Berufsgruppen, die für die öffentliche Ordnung und die medizinische Versorgung unverzichtbar sind Schlüsselpersonen haben im Kreis Herford Anspruch auf Kinderbetreuung

Schulen und Kitas im Kreis Herford sind ab Montag, 16. März, geschlossen. Die Kinder von Menschen, die in unentbehrlichen Schlüsselpositionen arbeiten, haben aber weiterhin Anspruch auf eine Betreuung.

Schulen und Kitas im Kreis Herford sind ab Montag, 16. März, geschlossen. Die Kinder von Menschen, die in unentbehrlichen Schlüsselpositionen arbeiten, haben aber weiterhin Anspruch auf eine Betreuung. Foto: Bernd Bexte

Herford (WB/ptr). Unentbehrliche Schlüsselpersonen haben trotz Schul- und Kita-Schließungen im Kreis Herford Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder. Das hat Landrat Jürgen Müller am Samstagnachmittag in einer Pressemitteilung klargestellt.

Zu den Schlüsselpersonen gehören alle, die in Berufen arbeiten, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie die medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar sind. Dazu zählen insbesondere:

- die Gesundheitsversorgung, die Pflege sowie die Behindertenhilfe

- die Kinder- und Jugendhilfe

- die öffentliche Sicherheit und Ordnung einschließlich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr (Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz)

- die Sicherstellung der öffentlichen Infrastrukturen (Telekommunikationsdienste, Energie, Wasser, ÖPNV, Entsorgung)

- die Lebensmittelversorgung

- die Handlungsfähigkeit zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung

Die Schul- und Kita-Schließungen greifen ab Montag, 16. März. Bis dahin soll eine Betreuung in der jeweiligen Einrichtung der Kinder zu den üblichen Betreuungszeiten geregelt sein.

Schriftlicher Nachweis notwendig

Die Betreuung erfolgt, sofern eine private Betreuung oder die Ermöglichung flexibler Arbeitszeiten und Arbeitsgestaltung (zum Beispiel durch Homeoffice) nicht möglich ist.

Um die eigenen Kinder in der betreffenden Kita oder Schule unterbringen zu können, muss die Unentbehrlichkeit der eigenen Tätigkeit durch den jeweiligen Arbeitgeber beziehungsweise Dienstvorgesetzten schriftlich nachgewiesen werden. Schulen und Kitas sind hierüber in Form eines Erlasses der Landesregierung informiert.

Da jedoch nicht jede Schlüsselperson am Montag bereits diesen Nachweis in Händen halten kann, sollen für eine kurze Übergangsphase auch andere Legitimationen akzeptiert werden: “Ein Polizist kann dann zum Beispiel seinen Dienstausweis vorzeigen“, erläutert der Leiter Krisenstabes Norbert Burmann.

Diese Regelung sei jedoch keinesfalls als Einladung zu verstehen, dass alle Eltern am Montag oder Dienstag noch ihre Kinder in die Betreuung geben könnten. Jeder habe zunächst zu prüfen, ob er Schlüsselperson sei oder nicht.

Neben Schulen und Kitas sind viele weitere Einrichtungen des öffentlichen Lebens wegen des Coronavirus geschlossen .

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