Do., 26.03.2020

Kurzarbeit für 150 Beschäftigte des Herforder Freizeitbades – Revision vorgezogen H2O: Ausbesserung in der Zwangspause

Seit dem 12. März ist das Freizeitbad H2O geschlossen. Für die 150 Beschäftigten ist Kurzarbeit angesagt. Die Zwangspause wird genutzt, um das Bad zu verschönern.

Seit dem 12. März ist das Freizeitbad H2O geschlossen. Für die 150 Beschäftigten ist Kurzarbeit angesagt. Die Zwangspause wird genutzt, um das Bad zu verschönern. Foto: Moritz Winde

Von Ralf Meistes

Herford (WB). Normalerweise bereiten sich die Mitarbeiter des H2O in dieser Woche auf den großen Besucheransturm während der Osterferien vor. Aber was ist in diesen Tagen, in denen das Coronavirus das öffentliche und private Leben bestimmt, schon normal. Stattdessen ist für die gut 150 Beschäftigten des Freizeitbades Kurzarbeit angesagt.

Zwischen Saunakabinen und Schwimmbecken wird in diesen Tagen aber weitergearbeitet. „Wir haben die Revision, die eigentlich für Ende August und Anfang September vorgesehen war, vorgezogen“, sagt Markus Diering, Betriebsleiter der Freizeiteinrichtungen bei den Stadtwerken. Es wird also gemalt, geschliffen, ausgebessert – auch der Gartenbereich in der Saunalandschaft wird neu gestaltet.

Verfügung gilt bis zum 30. April

Seit dem 12. März ist das Bad, das jährlich mehr als 500.000 Besucher anzieht, geschlossen. Quasi von einer Stunde auf die nächste musste Diering die Türen an der Wiesestraße schließen. In den ersten Tagen danach war er damit beschäftigt, den Mitarbeitern zu erklären, was auf sie zukommt. 40 Vollzeitkräfte, 80 in Teilzeit sowie 30 Männer und Frauen mit geringfügiger Beschäftigung zählt das H20. Zunächst gilt die Verfügung, mit der Bürgermeister Tim Kähler das Bad geschlossen hat, bis zum 30. April.

Auch in den Freibädern wird gearbeitet

„Wir arbeiten so weiter, dass wir zum 1. Mai wieder öffnen könnten“, sagt Diering. Dies gelte auch für die Freibäder. Im Freibad Im Kleinen Felde sollte die Saison am 1. Mai starten. In Elverdissen eine Woche später, am 9. Mai. Was die Arbeiten in den Bädern anbelangt, betont Diering, „dort gibt es genug Platz, so dass sich die Arbeiter aus dem Weg gehen können“.

Doch nicht überall im Hallenbad kann derzeit gearbeitet werden. Im „Refugium“, wo ansonsten Massagen und kosmetische Anwendungen angeboten werden, befindet sich seit dem 16. März ein Untersuchungsraum der Coronavirus-Abstrichstelle. „Da bin ich als Ansprechpartner für das Haus auch mit eingebunden“, sagt Diering. In die Quere komme man sich nicht. Beide Bereiche seien strikt voneinander getrennt.

Künftige Projekte planen

Neben der täglichen Koordinierungsarbeit, die der zweifache Familienvater zeitweise auch im Homeoffice bewältigt, finde er momentan auch die Zeit, um mit Kollegen über künftige Projekte nachzudenken. „Die Frage, wie es mit den Freizeiteinrichtungen in den kommenden Jahren weitergeht, beschäftigt uns immer mal wieder. Derzeit haben wir im Team aber auch die Zeit, dies einmal in Ruhe zu diskutieren“, erklärt der H2O-Betriebsleiter.

Das Wort „Team“ benutzt Diering in diesen Tagen häufiger. Etliche Mitarbeiter des Freizeitbades hatten von sich aus angeboten, jetzt Urlaub zu nehmen, damit sie da sind, wenn der Gästebetrieb wieder richtig anläuft. „Wenn man bei all den Dingen, die derzeit nicht laufen, eine positive Sache benennen sollte, dann die, dass uns das als Team des Freizeitbades enger zusammengeschweißt hat“, betont Diering.

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