Erster Todesfall im Kreis Herford – Landrat spricht sein Mitgefühl aus
Senior stirbt nach Corona-Infektion

Kreis Herford (WB). Nun gibt es den ersten Todesfall nach einer Corona-Infektion im Kreis Herford. In der Nacht zu Mittwoch ist ein über 80-jähriger Hiddenhauser mit Vorerkrankungen verstorben, der zuvor im Klinikum Herford behandelt wurde.

Mittwoch, 01.04.2020, 15:07 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 15:10 Uhr
Seit Dienstag sind 24 neue Infektionen mit dem Corona-Virus im Kreisgebiet bekannt geworden. Foto:
Seit Dienstag sind 24 neue Infektionen mit dem Corona-Virus im Kreisgebiet bekannt geworden.

„Nun ist das passiert, was sich hier wirklich niemand gewünscht hat und es macht uns deutlich: Die Gefahr rückt näher“, so Landrat Jürgen Müller. „Die erste Person, ein bestätigter Corona-Fall, ist verstorben. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden des Patienten, ich wünsche Ihnen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.“

Müller appelliert ein weiteres Mal: „Wir müssen Rücksicht aufeinander nehmen. Kontakte zu vermeiden, ist derzeit die höchste Form der Mitmenschlichkeit und der Solidarität. Auch wenn die Kontaktreduzierungen uns alle fordert, sind sie doch schließlich auch entscheidend für Leben und Tod“. In Ostwestfalen Lippe sind bisher acht Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben.

24 neue Infektionen bekannt

Im Kreis Herford gibt es jetzt insgesamt 176 bestätigte Coronafälle – damit sind seit Dienstag 24 weitere Infektionen bekannt. Inzwischen gelten aber insgesamt 52 Personen wieder als gesund, sodass die Zahl der aktuellen Infektionen bei 123 liegt.

Von den aktuell 123 infizierten Personen aus dem Kreisgebiet stammen 32 aus Herford, die anderen Personen verteilen sich auf Löhne (22), Bünde (18), Kirchlengern (14), Rödinghausen (10), Enger (09), Hiddenhausen (8), Vlotho (5) und Spenge (5). Sieben Infizierte sind derzeit in stationärer Behandlung.

 

Kommentare

Mirjam S.  schrieb: 02.04.2020 14:47
Wortwahl des Herrn Landrat unangebracht
Zunächst mein aufrichtiges Beileid an die Angehörigen und Freunde des Verstorbenen. Ein Todesfall ist für die der Person nahe stehenden Menschen immer ein schlimmer Verlust, den ich nicht klein reden möchte.

Aber die Wortwahl des Herrn Landrat Müller halte ich für völlig unangebracht und polemisch. Insbesondere die Aussage "Die Gefahr rückt näher" schürt Angst und ist in dieser Situation alles andere als hilfreich. Vielleicht sollte sich die Gesellschaft auch im Bezug auf Corona mit der Sterblichkeit des Menschen ein Stück weit mehr abfinden, das Risiko der Sterblichkeit steigt nun einmal mit höherem Alter und wenn dann noch Vorerkrankungen dazu kommen, umso mehr. Nun die Gefahr für den Herforder Kreis als "näher rückend" zu bezeichnen, wozu solche Worte? Gerade von einem Politiker erwarte ich mir geschicktere Rhetorik und mehr Feingefühl.
1 Kommentare
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