Sender-Parkplatz in Herford weiter beliebter Treffpunkt bei Jugendlichen
An Ostern nur wenige Verstöße

Herford (WB). Die Stadt Herford zieht eine positive Oster-Bilanz: Trotz intensiver Kontrollen habe es über die Feiertage erfreulicherweise nur wenige Verstöße gegen die Corona-Regeln gegeben, sagt Ordnungsamtschef Lothar Sobek. Problempunkt bleibt der Sender.

Dienstag, 14.04.2020, 13:23 Uhr aktualisiert: 14.04.2020, 13:26 Uhr
Auf Corona-Streife: Nicht nur in der Innenstadt, auch in den Außenbereichen kontrolliert das Ordnungsamt. Foto: Moritz Winde
Auf Corona-Streife: Nicht nur in der Innenstadt, auch in den Außenbereichen kontrolliert das Ordnungsamt. Foto: Moritz Winde

Der Parkplatz und das angrenzende Wäldchen an der Höhenstraße sind schon immer ein beliebter Treffpunkt. Auch in Krisenzeiten scheint es einige Unverbesserliche zu geben, die meinen, sich in den Abendstunden über den Dächern der Hansestadt vergnügen zu müssen. An Karfreitag erwischten die City-Wachen-Mitarbeiter dort sieben junge Leute, Ostersonntag waren es vier. Weil diese gegen das Ansammlungsverbot verstießen, müssen sie nun jeweils 200 Euro bezahlen. Unterstützt wurde das Ordnungsamt bei den Einsätzen von der Polizei.

Neben dem Sender seien die Spielplätze an der Ernstmeierstraße und in Siekers Wiese sowie die Pausenhöfe der Gesamtschule und der Grundschule Landsberger Straße weitere neuralgische Punkte. Die meisten dieser Orte hat die Stadt mit Bauzäunen abgesperrt – auch den Spielplatz „Am großen Sein“. „Hier ließ es sich wegen der engen Zuwegung leider nicht vermeiden, einen Teil des Parks mit zu sperren“, bedauert Lothar Sobek.

Suprmarkt-Betreiber muss 1000 Euro Bußgeld bezahlen

Insgesamt sind seit dem 24. März 181 Corona-bedingte Bußgeldverfahren in Herford eingeleitet worden – nach Angaben der Verwaltung zu 80 Prozent gegen Jugendliche und junge Erwachsene. „Einige wurden sogar zweimal erwischt. Das kostet dann das Doppelte, weil wir von Vorsatz ausgehen“, sagt Lothar Sobek. Die höchste Strafe – und zwar 1000 Euro – musste aber keine Privatperson, sondern ein Supermarkt-Betreiber aufbringen. In dem Geschäft seien trotz vorheriger Warnungen die Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten worden.

Dass sich die meisten Herforder offenbar inzwischen an die Maßgaben halten, verdeutlichen diese Zahlen: Ostersonntag wurden acht Bußgelder verhängt, eine Woche zuvor waren es noch 37.

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