Start am 23. April: Weiterführende Schulen stehen vor großer Herausforderung
Unterricht für Abiturienten

Herford (WB). Die Lehrerkollegien der weiterführenden Herforder Schulen stehen vor einer großen Herausforderung: Sie müssen in Kürze planen, wie der Unterricht ab Donnerstag, 23. April, ausschließlich für Schüler durchgeführt und gestaltet werden kann, die noch ihre Abschlussprüfungen ablegen.

Donnerstag, 16.04.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 16.04.2020, 16:32 Uhr
Start am 23. April: Weiterführende Schulen stehen vor großer Herausforderung: Unterricht für Abiturienten
Foto: dpa

Fragen der Hygiene

Dieses Datum hat das NRW-Schulministerium kurzfristig festgelegt. Die Teilnahme am Unterricht ist allerdings freiwillig, wie NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) gestern in Düsseldorf betonte. Die Abiturprüfungen sind bekanntlich verschoben und für den 12. Mai neu terminiert worden.

An erster Stelle steht vor der Wiederaufnahme des Unterrichts die Frage der Hygiene. „Wir werden am Freitag die notwendigen Maßnahmen vorbereiten“, sagt Rita Klötzer, Leiterin des Ravensberger Gymnasium (RGH), als diese Zeitung sie mitten in einer Planungskonferenz erreicht. Bis Mittwoch sollen die Vorbereitungen abgeschlossen sein.

Wie viele Personen dürfen in welchem Abstand in einen Raum? Gibt es genug Desinfektionsmittel und Handtücher? Das sind die dringendsten Fragen. Für die Ausstattung ist die Stadt Herford als Träger der Schulen zuständig. Auch der vermehrte Bedarf an Bussen zur An- und Abreise der Schüler dürfte jetzt ein Thema werden.

Mit Krisenmanagement zufrieden

Gudrun Horst de Cuestas, Leiterin des Friedrichs-Gymnasiums (FGH), führt zunächst mit dem Hausmeister eine Begehung des Schulgebäudes durch. „Wir müssen erstmal einen Überblick bekommen, was möglich ist“, sagt sie.

Mit dem Krisenmanagement des NRW-Ministeriums und der Bezirksregierung in Detmold ist sie sehr zufrieden. „Die lassen uns nicht alleine, wir können uns da immer melden und nachfragen.“

Klar ist: Regulärer Unterricht nach bisherigem Stundenplan wird es für und von den Betroffenen nicht mehr geben. „Die Schüler werden gezielt auf ihre beiden Leistungskurse sowie dritten und vierten Fächer ihres Abiturs vorbereitet und nach Gruppen aufgeteilt“, erklärt Nadine Höner, kommissarische Schulleiterin am Königin-Mathilden-Gymnasium (KMG). Zudem würden die Prüflinge ab dem 23. April, nicht zuletzt wegen der Nutzung der Anreiseverkehrsmittel, auf die Hygienemaßnahmen vor Betreten der Schule hingewiesen.

Das FGH setzt in diesen Tagen auf einen intensiven Austausch mit den betroffenen Schülern. „Wir haben sie ja zuletzt digital unterrichtet. Wir sind flexibel und wollen von den Schülern wissen, was in den Tagen bis zu den Prüfungen noch nötig ist. Es machen sich natürlich auch einige Sorgen um ihre Gesundheit. Wir haben zum Beispiel Lehrer, die zur Risikogruppe gehören“, sagt Gudrun Horst de Cuestas.

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