Bei Edeka in Herford gibt’s Schokolade im Einkaufskorb, bei Klingenthal offene Türen
Unter der Maske darf gelächelt werden

Herford (WB). Die bei Edeka Wehrmann angelieferten Warenpaletten sollten möglichst vor sieben Uhr morgens in die Regale einsortiert sein. Denn mit Marktöffnung herrscht seit Montag Maskenpflicht für alle Mitarbeiter und Kunden und dann wirds anstrengend.

Dienstag, 28.04.2020, 08:00 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 08:08 Uhr
Vanessa Spasojevics Lächeln ist auch unter der Maske erkennbar. Die Mitarbeiterin der Herforder Klingenthal-Filiale freut sich, dass nach Wochen verordneter Schließung die Kaufhaustüren endlich wieder öffnen dürfen. Foto: Stephan Rechlin
Vanessa Spasojevics Lächeln ist auch unter der Maske erkennbar. Die Mitarbeiterin der Herforder Klingenthal-Filiale freut sich, dass nach Wochen verordneter Schließung die Kaufhaustüren endlich wieder öffnen dürfen. Foto: Stephan Rechlin

Frischluftverknappung bei harter, körperlicher Arbeit, das muss man erst einmal verkraften. Falk Langhof, Marktleiter in Eilshausen, räumt ganz offen ein: „So nach zwei Stunden setzt leichter Kopfschmerz ein.“ Doch Pflicht sei Pflicht, ob Mitarbeiter oder Kunde: Langhof: „Da sieht man erst einmal, unter welchen Bedingungen die Ärzte und Pfleger in Kliniken und Seniorenheimen schon seit Wochen Höchstleistungen erbringen.“

Nicht immer angenehm

In den fünf Märkten von Edeka Wehrmann sei die Maskenpflicht jedenfalls „vorbildlich angelaufen“, sagt Geschäftsführer Andreas Drengk. Es habe in allen Märkten keine Diskussionen gegeben. Wie selbstverständlich hätten die Kunden die Märkte mit Maske betreten. „Das ist schon eine besondere Situation. Aber auch unser Team macht hervorragend mit“, lobt der Geschäftsführer. Alle trügen Masken, auch wenn es nicht immer angenehm sei. Wehrmann hatte im Vorfeld unter anderem auf Facebook auf die Pflicht hingewiesen. „Und im Eingang haben wir ein großes Schild aufgehängt“, sagte Drengk. Zudem stehe hier ein Mitarbeiter, der darauf achte, dass auch jeder eine Maske trage. Und außerdem lege er ein Schoko-Täfelchen in jeden Einkaufswagen. „So zaubern wir den Kunden ein Lächeln unter die Maske“, sagt Drengk.

Allein die Erlaubnis, endlich wieder öffnen zu dürfen, sorgt bereits für ein Lächeln unter den Masken der Klingenthal-Mitarbeiter in Herford. Viel ist am Montag noch nicht los. Doch wer den Laden von der Brüderstraße aus betritt, trägt, egal welchen Alters, auch einen Mund- und Nasenschutz. Mit rot-weißem Flatterband hat Filialleiter Ekrem Keskin jene 800 Quadratmeter abstecken lassen, auf denen die Kundinnen jetzt die neueste Sommermode ansehen und vor allem auch anfassen dürfen. Die Kassiererinnen in der Kassenzone sind durch mächtige Plexiglasaufbauten vor möglichen Infektionen geschützt, die Männermode im ersten Stock bleibt geschlossen.

Wichtiges Signal

Schon der Blick auf die wenigen, maskentragenden Kundinnen des ersten Tages nach Corona werfen im weiträumigen Erdgeschoss die Frage auf, warum sie nicht einfach auch die Treppe im Laden hinauf- oder hinabsteigen dürfen. Filialleiter Ekrem Keskin: „Tja, das fragen wir uns auch. Verglichen mit den Besucherzahlen in einem Bau- oder Supermarkt ist es hier doch geradezu entspannt.“

Aber gut - Hauptsache, die Klingenthaltüren sind erst einmal wieder offen. Keskin: „Das ist ein ganz wichtiges Signal für die gesamte Innenstadt .“ Schon am Vormittag sind auch die Türen der C&A-Filiale am Augustinerplatz geöffnet, nur bei H&M sind sie noch verschlossen. Das Willkommenschild klebt aber schon am Eingang.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7386682?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198393%2F2514620%2F
Klos schießt Schalke in die 2. Liga
Fabian Klos (links) zieht ab und trifft. Es ist das 1:0 für Arminia gegen den FC Schalke.
Nachrichten-Ticker