Linken-Fraktionschefin stellt sich zur Wahl
Inez Déjà will Herfords Bürgermeisterin werden

Herford (WB). Der Herforder Stadtverband der Partei Die Linke hat sich im Sozialen Zentrum FlaFla getroffen, um ihre Kandidaten zur Bürgermeister- und Stadtratswahl aufzustellen. Außerdem beschlossen die Mitglieder einstimmig ihr Wahlprogramm.

Freitag, 22.05.2020, 16:01 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 16:04 Uhr
Blumen für die Bürgermeisterkandidatin: Inez Déjà will im Speptember Tim Kähler im Rathaus ablösen. Sie wurde einstimmig zur Spitzenkandidatin der Linken gewählt. Marlies Burgdorf und Harald Korten sind für die Ratswahl nominiert. Foto:
Blumen für die Bürgermeisterkandidatin: Inez Déjà will im Speptember Tim Kähler im Rathaus ablösen. Sie wurde einstimmig zur Spitzenkandidatin der Linken gewählt. Marlies Burgdorf und Harald Korten sind für die Ratswahl nominiert.

„Die Linke steht für eine soziale, ökologische und solidarische Politik. Und sie ist der Ansicht, dass es Zeit wird für eine Frau als Bürgermeisterin von Herford. Deshalb hat sie die derzeitige Fraktionsvorsitzende Inez Déjà einstimmig als Bürgermeisterkandidatin nominiert“, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach Amtsinhaber Tim Kähler (SPD), Herbert Even (Grüne), Anke Theisen (CDU) und Jürgen Josting (parteilos) stellen sich damit fünf Bewerber zur Wahl ums oberste Amt im Rathaus.

Die zwölfköpfige Reserveliste wird von Inez Déjà als Spitzenkandidatin angeführt, auf den Plätzen zwei und drei folgen die Diplom-Soziologin Marlies Burgdorf sowie der Sozialarbeiter Harald Korten. Insgesamt 22 Bewerber treten für die Partei in den Wahlbezirken der Stadt am 13. September an.

Soziales, Bildung und Verkehr

„Gemeinsam in einem längeren Prozess haben wir ein Wahlprogramm erarbeitet, das deutliche Verbesserungen für die Einwohner der Stadt bietet”, erläutert dazu die Sprecherin des Stadtverbandes, Marlies Burgdorf.

Die Linke setze sich unter anderem ein für eine deutliche Ausweitung des kommunalen Wohnungsbestands, einen fahrscheinlosen öffentlichen Personen-Nahverkehr und deutlich mehr Investitionen in den Bereichen Soziales, Bildung und Verkehr.

„Gerade das neue Coronavirus macht uns doch deutlich, worauf es eigentlich ankommt”, meint Harald Korten. „Kultur für die Vielen, soziale Arbeit und sozial-ökologischer Umbau, das sind Bereiche in denen dringend Geld in die Hand genommen werden muss.“ Korten ist kommunalpolitischer Neuling. Als seinen politischen Schwerpunkt nennt er die Kultur und eine Stadtentwicklung, die dem Klimaschutz gerecht wird.

„Kein teurer Neubau eines OWL-Forums“

„Die Linke fordert die Sanierung von Stadttheater und Schützenhof und keinen teuren Neubau eines OWL-Forums“, ergänzt Bürgermeisterkandidatin Inez Déjà. „Statt ständig mit neuen Millionenplänen für Prestigevorhaben, wollen wir Geld locker machen, wo es wirklich gebraucht wird.” Herford habe bereits ein breites Kulturangebot, es müsse nur an den richtigen Stellen gefördert werden. „Die Sanierung der bestehenden Gebäude werde dem Bedarf und den finanziellen Möglichkeiten der Stadt weit gerechter. Außerdem gilt es, ressourcenschonend und nachhaltig zu bauen.”

Unterstützt werden die drei Kandidaten außerdem vom bisherigen Fraktionsvize Wolfram Hüffner (Platz vier), der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Inge Höger (fünf), Student Leon Ragati (sechs), Sozialberaterin Eva Peseke (sieben), Fridays-for-Future-Gründungsmitglied Jan Lieberum (acht), Studentin Sherin Khalife (neun), Umweltaktivist Burkhard Wolff (zehn), Studentin Josephina Koopmann (elf) und Gerd Teuteberg (zwölf).

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