Herforder Betreiber investieren eine halbe Million Euro in Jump-Arena und Spray-Park
Springolino öffnet mit neuen Attraktionen

Herford (WB). Wenn wenigstens das Springolino geöffnet hätte... Der Stoßseufzer vieler Eltern in den Coronawochen ist erhört worden. Der In- und Outdoorspielpark an der Acker- und Kiebitzstraße kann von Freitag an wieder besucht werden. Natürlich unter Hygieneauflagen und mit nagelneuen Attraktionen.

Mittwoch, 17.06.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 10:29 Uhr
Werner Strunk (links) und Thomas Weber testen schon mal die Rutsche im Springolino. Von kommenden Freitag an muss in dem Spielpark wieder alles glatt laufen. Dafür sorgt unter anderem ein sorgfältig ausgetüfteltes Hygienekonzept. Foto: Stephan Rechlin
Werner Strunk (links) und Thomas Weber testen schon mal die Rutsche im Springolino. Von kommenden Freitag an muss in dem Spielpark wieder alles glatt laufen. Dafür sorgt unter anderem ein sorgfältig ausgetüfteltes Hygienekonzept. Foto: Stephan Rechlin
Im neuen Spray-Park im Springolino läuft das Wasser sofort ab. Es entstehen keine tiefen Pfützen.

Im neuen Spray-Park im Springolino läuft das Wasser sofort ab. Es entstehen keine tiefen Pfützen. Foto: Michael Weslau

Betreiber Thomas und Monika Weber sowie Betriebsleiter Werner Strunk haben sich Zeit genommen. Formal hätten sie schon seit dem 11. Mai wieder Kinder toben lassen können. Thomas Weber: „Wir waren noch nicht so weit. Eltern nehmen das Infektionsrisiko sehr ernst. Darum haben wir lange an einem zum Springolino passenden Hygienekonzept getüftelt.“

Von der Stadt geprüft und für gut befunden ist die Registrierung aller Gäste am Eingang. Die entsprechende Liste können sich Eltern von der Springolino-Homepage herunterladen und zu Hause schon mal ausfüllen – das spart Zeit an der Kasse. Werner Strunk: „Der ausgefüllte Bogen muss mitgebracht werden. Eine Online-Anmeldung gibt es noch nicht, aber bald.“

Farben und Nummern

Jeder, der reingeht, wird einer Gruppe mit Farbe und Nummer zugeordnet. So wissen die Betreiber im Ernstfall, wer mit wem den Spielpark besucht hat. Jeder bekommt außerdem einen grünen Chip, der am Ausgang wieder abgegeben werden muss: „Falls einer fehlt, können wir fragen, wo sich das Kind befindet. So rutscht uns niemand durch“, sagt Strunk. Geburtstage können auch wieder gefeiert werden – allerdings nur mit zehn Personen an einem Tisch. Die einzelnen Tische wiederum sind durch Stellwände voneinander getrennt, wie in einem Restaurant.

In der Halle und auf dem Außengelände sei nur dort Mund- und Nasenschutz zu tragen, wo kein Mindestabstand eingehalten werden könne: „Zum Beispiel auf dem Klettergerüst.“ Ansonsten könne getobt und gelacht werden wie vor der Corona-Schließung. Sogar noch mehr. Die Webers haben in den stillen Wochen eine halbe Million Euro in ihr Springolino investiert. Zum einen in ein nagelneues Trampolinfeld in einem dafür neu geöffneten Hallenteil. Eine richtige Jump-Arena, auf der nur mit rutschfesten Socken gehüpft werden darf. Draußen wiederum gibt es jetzt einen ganz neuen Wasserspielplatz.

Kein Becken

Der „Spray-Park“ wurde von einer holländischen Firma installiert. Das Wasser spritzt oder plumpst aus Tulpenglocken, Blumenblüten und kleinen Knospen und läuft sofort wieder ab, bleibt also nirgends stehen. Thomas Weber: „Im Gegensatz zum Schwimmbad gibt es kein Becken. Damit schließen wir das Risiko aus, dass kleineren Kindern dort etwas passieren kann.“ Eltern könnten sich also ruhig und gelassen auf den Liegestühlen in der Lounge vor dem Wasserspielplatz erholen. Weber: „Wir empfehlen, Wechselkleidung mitzubringen. Wer einmal auf dem Spray-Park war, kommt niemals trocken wieder zurück.“

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