Landrat Jürgen Müller spricht von Vorsichtsmaßnahme
Quarantäne für Tönnies-Mitarbeiter im Kreis Herford

Herford (WB). Tönnies-Mitarbeiter, die im Kreis Herford wohnen, müssen sich in Quarantäne begeben. Das hat Landrat Jürgen Müller angeordnet. Die Maßnahme gilt bis zum 6. Juli und betrifft auch die Angehörigen der Beschäftigten.

Sonntag, 21.06.2020, 15:42 Uhr aktualisiert: 21.06.2020, 17:30 Uhr
Das Logo der Firma Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück Foto: dpa
Das Logo der Firma Tönnies am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück Foto: dpa

Es handelt sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Denn ob überhaupt Tönnies-Mitarbeiter im Kreis Herford wohnen, ist derzeit unklar.

Die Anzahl der infizierten Mitarbeiter bei Tönnies sei aber so hoch, dass auch der Kreis Herford reagieren müsse: „Da die Testung aller Mitarbeitenden ein paar Tage dauert, ist es erforderlich, auch für Mitarbeitende, die im Kreis Herford wohnen und die noch nicht getestet wurden, vorsorglich die Quarantäne anzuordnen“, teilt Jürgen Müller mit.

Betroffene sollen sich melden

Mit der Verfügung werden die betroffenen Personen auch verpflichtet, sich testen zu lassen. Hierzu können sie zum Tönnies-Firmengelände fahren – dort ist eine Corona-Abstrich-Station eingerichtet. Ansonsten dürfen sie ihre Wohnungen nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen.

„Ich bitte um Verständnis für diese Maßnahme. Sie ist für die Mitarbeitenden der Firma Tönnies, aber auch für die Bevölkerung im Kreis Herford erforderlich, um die Infektionsketten schnell zu unterbrechen“, sagt Landrat Müller.

Krisenstabsleiter Norbert Burmann bittet alle Betroffenen sowie Personen, die wissen, dass sie Kontakt zu einem infizierten Beschäftigten der Firma Tönnies hatten, sich telefonisch bei der Kreisverwaltung unter 05221/131500 zu melden.

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