25 Menschen aus der Herforder Unterbringungseinrichtung sind verschwunden
Polizei sucht abgetauchte Flüchtlinge

Herford (WB/rec). Niemand weiß, wo sich 25 möglicherweise infizierte Bewohner der Zentralen Unterbringungs-Einrichtung (ZUE) derzeit aufhalten. Sie sind zur Fahndung ausgeschrieben und werden von der Polizei gesucht.

Montag, 29.06.2020, 10:31 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 10:34 Uhr
Die betroffenen Bewohner aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Herford sind zur Fahndung ausgeschrieben. Foto: Winde
Die betroffenen Bewohner aus der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Herford sind zur Fahndung ausgeschrieben. Foto: Winde

Landrat Jürgen Müller äußert sich im Herforder Kreistag „höchst erstaunt“ darüber, dass Vertreter des Landes nicht wissen, wo sich die in einer Landeseinrichtung untergebrachten Flüchtlinge aufhielten: „Das scheint wohl normal zu sein.“

Die ZUE ist für die Flüchtlinge lediglich eine Melde- und Wohnadresse. Das bedeutet, dass sich die Bewohner – bis zum Beginn der Isolation – zu jeder Zeit frei bewegen können. Nach Angaben der Bezirksregierung waren die Personen schon vor der verfügten Quarantäne untergetaucht.

Amtshilfe für Gütersloh

Bisher sind in der ZUE 18 Infizierte und 27 sogenannte Kontaktpersonen festgestellt worden. Dabei handelt es sich um Menschen, die mit den Infizierten Kontakt hatten. Einige der Infizierten zeigten leichte Symptome. Menschen der Risikogruppe seien nicht in der ZUE, Personen mit Vorerkrankungen seien bereits zuvor nach Bad Salzuflen verlegt worden.

Landrat Müller bestätigt eine Anfrage aus dem Kreistag, wonach er Mitarbeiter des Herforder Kreishauses zur Amtshilfe in Kreishaus Gütersloh schicken werde. Dort hätten sie den Kreis bei allgemeinen Verwaltungsaufgaben zu unterstützen. Aus dem Kreis Gütersloh würden 1634 Arbeitnehmer pro Tag in den Kreis Herford einpendeln. 3073 Personen würden in den Kreis Gütersloh auspendeln.

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