Einsatzteams suchen Wohnstätten der Beschäftigte des Fleischkonzerns auf
DRK-Trupp aus Herford im Tönnies-Einsatz

Herford/Gütersloh (WB). Beim Kampf, die Ausbreitung des Coronavirus im Kreis Gütersloh einzudämmen, sind Einsatzkräfte des DRK-Kreisverbandes Herford-Stadt an vorderster Front dabei.

Mittwoch, 01.07.2020, 16:22 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 16:24 Uhr
Vor jedem Einsatz informieren Hygienebeauftragte die Teams über die zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen. Foto: Rainer Stephan
Vor jedem Einsatz informieren Hygienebeauftragte die Teams über die zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen. Foto: Rainer Stephan

Gemeinsam mit Einsatzkräften anderer Hilfsorganisationen und der Bundeswehr bilden die ehrenamtlichen Helfer mobile Einsatzteams. Die Aufgabe der drei bis vier Personen starken Trupps besteht vor allem darin, die Tönnies-Beschäftigten aufzusuchen, die sich nach behördlicher Anordnung zurzeit in häuslicher Quarantäne befinden.

Für eine Testung auf das Coronavirus sind vor Ort Abstriche von sämtlichen Hausbewohnern vorzunehmen. Eine weitere Aufgabe der Teams besteht darin, die Personalien aller Bewohner für einen Vergleich mit vorliegenden Namenslisten festzuhalten.

Diese Dokumentationspflichten übernehmen zwei Hilfskräfte, eine Einsatzkraft kümmert sich um den Abstrich. Ein viertes Team-Mitglied steht für Übersetzungen bereit, da viele Tönnies-Beschäftigte und deren Familienangehörige kein Deutsch sprechen.

Mehr als 1000 Wohnungen

Bis zum kommenden Wochenende wird dieser Einsatz voraussichtlich noch dauern, bei dem mehr als 1000 Wohnstätten von Beschäftigten der Firma Tönnies aufgesucht werden müssen. DRK-Trupps für diese Aufgabe kommen aus ganz Nordrhein-Westfalen.

Sämtliche Team-Mitglieder arbeiten dabei unter Infektionsschutz. Das bedeutet unter anderem das Tragen von Mundschutz, Gesichtsvisier, Schutzanzug und Handschuhen. Angesichts der hohen Temperaturen in der vergangenen Woche eine hohe Belastung für die Helfer, die manchen an den Rand der Erschöpfung brachte.

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