Beim Umbau der KMG-Fachräume in Herford gibt es Probleme mit der Statik
Zu schwer: Lüftung muss runter

Herford (WB). Nein, Ausmaße wie beim Ravensberger Gymnasium (RGH) sind es nicht. Und doch ist auch beim Umbau der Fachräume des Königin-Mathilde-Gymnasiums (KMG) etwas schief gelaufen. Ein Teil der neuen Lüftungsanlage musste wieder abgebaut werden, weil die Decke dem Gewicht nicht standhalten würde.

Samstag, 04.07.2020, 06:06 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 06:20 Uhr
Beim Umbau des KMG-Naturwissenschafts-Trakts mussten Teile der Belüftungsanlage wieder abgebaut werden. Foto: Moritz Winde
Beim Umbau des KMG-Naturwissenschafts-Trakts mussten Teile der Belüftungsanlage wieder abgebaut werden. Foto: Moritz Winde

Das bestätigt Baudezernent Dr. Peter Böhm auf Anfrage: „Da die neue Anlage größer in ihren Ausmaßen als die alte Anlage ist, wurde sie mehr mittig auf der Decke befestigt. Somit ergaben sich Veränderungen in der statischen Belastung. Daraufhin hat die Bauleitung vor Ort entschieden, die Statik für das Objekt mit dem veränderten Standort überprüfen zu lassen. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass die Decke verstärkt werden muss. Teilweise wurden daraufhin die Lüftungsleitungen demontiert beziehungsweise angehoben, während die neuen Stahlträger eingezogen wurden.“

Insgesamt gehe es um eine Fläche von fünf Quadratmetern. Die Anlage soll für eine Be- und Entlüftung der Giftschränke in den Chemie- und Biologieräumen sorgen. Die Behebung des Fehlers soll zwei bis drei Tage dauern und bereits in Angriff genommen worden. Die Maßnahme koste etwa 15.000 Euro. Bei einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro falle diese Summe allerdings kaum ins Gewicht und sei von vorne herein mit einberechnet worden. „Es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Und wir bleiben im Zeitplan“, sagt Peter Böhm.

Wechsel in der Bauleitung

Nach Informationen dieser zeitung hatte es einen Wechsel in der Bauleitung gegeben, der aber nichts mit dem Lüftungsanlagen-Fauxpas zu tun hatte. Am KMG werden 23 naturwissenschaftliche Räume saniert, sieben im Erdgeschoss, je acht im Obergeschoss und Keller. Die Bauverwaltung geht davon aus, dass Erd- und Obergeschoss zum Schulbeginn am 12. August freigegeben werden können. Im Keller soll der Unterricht ab Ende August/Anfang September starten.

Davon kann man am RGH nur träumen: Der Naturwissenschafts-Trakt muss im kommenden Jahr abgerissen und neu gebaut werden, weil man bei der 1,2 Millionen Euro teuren Sanierung einen ausreichenden Brandschutz vergessen hatte. Die Nutzung des neuen Gebäudes soll ab Sommer 2022 möglich sein – vorausgesetzt es läuft alles nach Plan. So lange werden die Schüler in einer dreigeschossigen Containeranlage gegenüber dem Haupthaus unterrichtet.

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