SPD-Ratsherr Manfred Mohning schaltet sich in Debatte um Verkehrsführung ein
„Widerspruch in der Umsetzung“

Herford (WB). Eine Neuordnung des Verkehrs auf dem Herforder Innenstadtring hat die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen vorgeschlagen. SPD-Ratsherr Manfred Mohning begrüßt den Vorstoß – allerdings mit Einschränkungen.

Mittwoch, 08.07.2020, 19:00 Uhr
Die Fotomontage zeigt wie es sein könnte, wenn Radfahrer und Busse gleichzeitig eine Spur auf dem Herforder Innenstadtring nutzen. Das Problem aus Sicht von SPD-Ratsherr Manfred Mohning: Die Busse müssten sich dem Tempo der Radler anpassen.

„Die Forderung der Ratsfraktion der Bündnisgrünen für eine Gleichberechtigung der Verkehrsmittel kann auch ich grundsätzlich unterstützen. Die Forderung für einen zweispurigen Innenstadtring widerspricht sich aber in ihrer Umsetzung“, schreibt der Sozialdemokrat.

Argument fällt weg

Manfred Mohning nennt folgendes Beispiel: „Wenn, wie erhofft, zukünftig mehr Radfahrer die Spur für Busse und Radfahrer nutzen, muss zwangsläufig der Bus hinter den Radfahrern mit deren Geschwindigkeit (etwa 20 km/h) hinterher fahren, ansonsten müsste er ständig den Fahrstreifen wechseln (was bei einer Busspur keinen Sinn macht). Das Argument der Grünen, dass die Busse schneller voran kämen, fällt somit weg. Entweder es gibt eine Spur nur für Radfahrer, das wäre dann wirklich sicher, weil kein Bus im Nacken der Radfahrer sitzen würde, oder es gibt eine Busspur mit einem daneben führenden zwei Meter breiten Fahrradstreifen.“

Die Senkung der Fahrgeschwindigkeit sei als Ziel richtig, würde dann aber auch für den Busverkehr gelten. Wenn die Busse zukünftig schneller voran kommen sollen, geht das nicht bei gleichzeitiger Forderung nach Senkung der Fahrgeschwindigkeit auf dem Innenstadtring.

Nur noch eine Fahrspur?

Die Grünen wollen, dass für den motorisierten Individualverkehr künftig in beide Fahrtrichtungen nur noch eine Fahrspur zur Verfügung steht. Die zweite Fahrspur soll Radfahrern und dem Busverkehr gehören. Durch diese Maßnahme würden die Fahrgeschwindigkeiten sinken und die Sicherheit steigen. Auch weniger geübte Radfahrer könnten sich wieder auf die Straße wagen, Fußgänger kämen leichter über die Straße, argumentieren die Grünen.

Für die Busse soll außerdem eine Ampelvorrangschaltung eingerichtet werden. Durch die Maßnahmen werde die Trennung der nördlichen Innenstadt vom Zentrum aufgehoben – „eine städtebauliche Wunde der Nachkriegszeit kann verheilen“, sagen die Grünen.

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