Jomoo-Gruppe aus Xiamen ist chinesischer Marktführer in Sanitär und Keramik
Poggenpohl-Investor kommt aus China

Herford (WB). Die Herforder Poggenpohl-Gruppe landet jetzt doch in chinesischer Hand. Als strategischer Investor übernimmt Jomoo Deutschland, Tochterunternehmen der chinesischen Jomoo Group, die Poggenpohl Möbelwerke.

Montag, 13.07.2020, 12:45 Uhr aktualisiert: 13.07.2020, 12:50 Uhr
Jomoo führt den Markt für Sanitärarmaturen und Keramiken in China an. Im Küchensegment ist der in 48 Ländern vertretene Konzern ebenfalls aktiv. Grafik: Jomoo-Group

Der Vertrag zur übertragenden Sanierung mit Jomoo wurde am 10. Juli notariell beurkundet, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bis der Vertrag wirksam wird – es sind noch mehrere aufschiebenden Bedingungen zu erfüllen – führt Insolvenzverwalter Manuel Sack die Geschäfte von Poggenpohl für den Käufer fort.

Die inhabergeführte Jomoo Group, in ihrem Heimatmarkt führend im Bereich Sanitärarmaturen, Keramiken aber auch Küchen, bekennt sich zum Produktionsstandort von Poggenpohl in Herford und wird einen Großteil der Mitarbeiter übernehmen.

Poggenpohl-Insolvenzverwalter Manuel Sack von der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner: „Während des Bieterprozesses haben wir bereits intensive Gespräche mit Jomoo geführt und das Unternehmen als ambitionierten und zuverlässigen Interessenten kennengelernt. Wir freuen uns, dass Jomoo den Küchenpionier in die Zukunft führen wird.“ Woran die Übernahme mit der britischen Lux-Gruppe gescheitert sind, wird nicht näher erläutert . Dem Vernehmen nach soll die Gruppe nach Abschluss des Bieterverfahrens neue Forderungen erhoben haben. Dabei soll es auch um einen höheren Personalabbau gegangen sein.

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