Kurz-Eisbar kreiert neue Sorte – Original-Backsteine als Kartenhalter
So fruchtig schmeckt das Marta

Herford (WB). Das Marta kann man sich jetzt auf der Zunge zergehen lassen: Kurz-Eisbar in der Radewig hat eine neue Sorte kreiert. Doch wonach schmeckt eigentlich ein zeitgenössisches Museum?

Donnerstag, 16.07.2020, 08:08 Uhr aktualisiert: 16.07.2020, 08:10 Uhr
Zum Dahinschmelzen: Café-Chefin Britta Kurz (links) und Museumssprecherin Daniela Sistermanns präsentieren das neue Marta-Eis. Original-Backsteine des Gehry-Baus dienen als Kartenhalter. An den Wänden hängen Ausstellungsplakate. Foto: Moritz Winde
Zum Dahinschmelzen: Café-Chefin Britta Kurz (links) und Museumssprecherin Daniela Sistermanns präsentieren das neue Marta-Eis. Original-Backsteine des Gehry-Baus dienen als Kartenhalter. An den Wänden hängen Ausstellungsplakate. Foto: Moritz Winde

Diese Frage hat sich auch das Marketing-Team gestellt, als die Idee vor wenigen Wochen geboren wurde. Ziel sei es, das Gehry-Haus an der Goebenstraße in Herford und vor allem in der Innenstadt präsenter zu machen. „Und wie geht das besser als über den Geschmackssinn?“, fragt Pressesprecherin Daniela Sistermanns. Der gute Draht zur Kurz-Eisbar – das Marta-Team gehört zu den regelmäßigen Gästen – passte wie der Deckel auf den Topf.

Erster Versuch geht daneben

Bei Britta und Stefan Kurz rannten die Museumsmitarbeiter mit ihrem Werbegag-Einfall offene Türen ein. Erstens weil das Ehepaar als Mitglied des Marta-Freundeskreises ohnehin kunstaffin ist, und zweitens weil die Eismacher in der Küche gerne herumexperimentieren.

„Wir haben derzeit etwa 70 verschiedene Rezepte“, sagt die 44-Jährige, die bei der Zubereitung ausschließlich auf regionale und natürliche Lebensmittel setzt. In den täglichen Verkauf auf dem Gänsemarkt gehen aber nur 16 – mehr Platz ist in der Kühltheke nicht.

Auf der Suche nach der eiskalten, perfekten Marta-Variante gab’s zuerst einen Rückschlag. Zwar habe die Premieren-Mischung aus Granatapfel und schwarzem Sesam farblich das Edelstahldach des Museums gut getroffen, geschmacklich aber sei es ungenießbar gewesen, sagt der 53-jährige Café-Chef. Also wurde neu gemixt.

Probieren bei der Vernissage

Im zweiten Anlauf klappte es dann besser: Das Marta-Eis sieht rot-rosa aus und besteht aus Joghurt, Kirsche sowie Chiasamen, ist somit fruchtig, überraschend und international – eben genau so wie sich das Kunsthaus selbst gerne inszeniert. Originell: Aus den original Backsteinen wurden Kartenhalter für die Tische gefertigt, passende Eisbecher aus Glas mit Marta-Schriftzug werden gerade produziert.

Die Kooperation zwischen dem Museum und der Bar, in der mehrere gerahmte Plakate von Marta-Ausstellungen hängen, soll langfristig laufen. „Wir wollen zu jeder großen Ausstellung ein neues Marta-Eis präsentieren“, sagt Daniela Sistermanns.

Dieses Eis sollen die Besucher dann auch bei der Vernissage probieren können. Die nächste Schau „Trügerische Bilder – ein Spiel mit Malerei und Fotografie“ wird am 31. Oktober eröffnet.

Stefan Kurz vor den Toiletten der Bar: Die Türen hat der befreundete Künstler Radomir während eines Herford-Besuchs 2016 in fünf Minuten bemalt. Der Belgrader stellt unter anderem im Metropolitan Museum New York und im Vatikanischem Museum Rom aus.

Stefan Kurz vor den Toiletten der Bar: Die Türen hat der befreundete Künstler Radomir während eines Herford-Besuchs 2016 in fünf Minuten bemalt. Der Belgrader stellt unter anderem im Metropolitan Museum New York und im Vatikanischem Museum Rom aus. Foto: Moritz Winde

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