Schausteller werden Stände abwechselnd nutzen, damit möglichst viele profitieren
Mini-Kirmes startet diese Woche

Herford (WB). Jetzt geht’s los: In dieser Woche werden die heimischen Schausteller in der Innenstadt ihre Stände aufbauen, um den Herfordern und auswärtigen Besuchern auch in Corona-Zeiten etwas Kirmesflair bieten zu können und selbst zumindest ein bisschen für die ausgefallenen Großveranstaltungen entschädigt zu werden.

Dienstag, 28.07.2020, 05:45 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 05:50 Uhr
Auch drei Kinderkarussells sollen aufgebaut werden. Willi Parpalioni und seine Kollegen hoffen auf regen Zuspruch. Fotos: dpa

Auf dem Alten, Neuen und Gänsemarkt sowie auf dem Linnenbauerplatz werden etwa ein Dutzend Buden und kleine Karussells aufgebaut, kündigt Willi Parpalioni an. Eventuell werde auch noch der Gehrenberg genutzt, auf jeden Fall werde aber ein Stand vor dem Saturn an der Lübberstraße aufgebaut, kündigt der Vorsitzende des Mitteldeutschen Schaustellervereins an. „Nach langer Zeit der Vorbereitung kann es nun endlich losgehen“, freut sich Parpalioni auf das Ende der Coronabedingten Auszeit.

Die Stadt hatte nach anfangs ablehnender Haltung den Schaustellern erlaubt , zunächst bis Ende August einige Stände in der City zu eröffnen. Sie verzichtet zudem auf die Standgebühren. „Wir werden in Abstimmung mit der Feuerwehr jetzt mit zwei bis drei Probeaufbauten anfangen. Wir müssen ja ausreichend Abstand gewährleisten“, sagt Parpalioni. Von der Zuckerwatte bis zum Hot dog, vom Dosenwerfen bis zum Entenangeln – die Schausteller wollen das in Krisenzeiten Mögliche anbieten.

Wechsel im Zwei-Wochen-Rhythmus

„Auf Los- oder Schießbuden werden wir aber verzichten.“ Die seien nach den jetzigen Vorgaben einfach zu groß. Allerdings sollen sich drei Kinderkarussells drehen: zwei kleinere auf dem Gänse- und dem Alten Markt, ein etwas größeres auf dem Linnenbauerplatz.

Die Stände würden von den Schaustellern im 14-Tage-Rhythmus abwechselnd genutzt. „Somit möchten wir dafür sorgen, dass möglichst viele etwas einnehmen können. Schließlich leiden alle unter der Krise“, sagt Parpalioni. Ein Drittel der etwa 100 Mitgliedsbetriebe im Mitteldeutschen Schaustellerverein sei von der Krise existenziell getroffen, hatte er bereits im Juni gesagt.

Den Schaustellern ist es zudem wichtig, dass die Mini-Kirmes im Einvernehmen mit der heimischen Gastronomie über die Bühne geht. Deren typischen Angebote (Bratwurst, Pommes etc.) würden deshalb bewusst nicht angeboten.. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sieht kein Problem mit dem kleinen Rummel in der Innenstadt.

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