Sieben der neuen Fälle sind Reiserückkehrer – Landrat bittet um umsichtiges Verhalten
Ein weiterer Toter, elf neue Infizierte

Herford (WB). Im Kreis Herford sind von Mittwoch auf Donnerstag elf neue Corona-Fälle dazugekommen, wie die Kreisverwaltung mitteilt. Die Zahl der Genesenen steigt gleichzeitig auf 392. Kreisweit sind demnach 32 aktuelle und insgesamt 432 bestätigte Infektionen bekannt.

Donnerstag, 30.07.2020, 15:14 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 15:30 Uhr
Kreisweit die meisten bestätigten Fälle gibt es mittlerweile in Bünde, wo elf bestätigte Infizierte bekannt sind. Foto: Kreis Herford
Kreisweit die meisten bestätigten Fälle gibt es mittlerweile in Bünde, wo elf bestätigte Infizierte bekannt sind. Foto: Kreis Herford

Zudem ist ein neuer Todesfall hinzugekommen. Bei der Person handelt es sich um einen 67-jährigen Mann aus Herford mit schweren Vorerkrankungen, der an Corona verstorben ist. Landrat Jürgen Müller spricht den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus. „Unsere Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Verstorbenen. Ich möchte ihnen mein aufrichtiges Beileid aussprechen“, sagt der Landrat.

Im Kreis Herford gibt es somit insgesamt acht Todesfälle, wobei sechs (laut Totenschein) an Corona verstorben sind und zwei mit Corona. In stationärer Behandlung befinden sich derzeit fünf infizierte Personen. Die aktuell infizierten Personen verteilen sich auf Herford (10), Spenge (6), Hiddenhausen (1), Bünde (11), Löhne (2) und Vlotho (2). Die Zahl der Infizierten ist seit vergangener Woche um 18 gestiegen.

„Die neuen Fälle sind zum großen Teil auf zwei größere Familien zurückzuführen. Insgesamt haben sich sieben der elf Personen im Ausland infiziert, von denen fünf bei der Rückkehr bereits Symptome gezeigt haben“, erklärt Kreisdirektor und Krisenstabsleiter Markus Altenhöner.

„Die betroffenen Personen haben sich vorbildlich verhalten und sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben“, so Altenhöner weiter.

Trotz des Anstieges in den vergangenen Tagen ist die Lage übersichtlich. „Wir haben alle Kontaktpersonen ermittelt und können die Infektionsketten nachvollziehen. Es besteht kein Grund zur Beunruhigung“, stellt der Krisenstabsleiter fest.

Landrat bittet um Umsicht

Landrat Jürgen Müller appelliert an alle Reiserückkehrer, weiter vorsichtig und umsichtig zu bleiben. „Alle Bürgerinnen und Bürger, die aus einem Risikogebiet einreisen, müssen sich testen lassen und sich umgehend in häusliche Isolierung begeben. Damit schützen sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere“, wird der Landrat in der Mitteilung der Kreisverwaltung zitiert.

Auch alle anderen Urlauber sollten bei ihrer Rückkehr genau auf Symptome des Corona-Virus achten. Dazu zählen am Häufigsten Fieber, Trockener Husten und Müdigkeit, aber auch Atembeschwerden, Kurzatmigkeit oder der Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns.

„Die Zahlen steigen nicht nur bei uns im Kreis Herford, sondern auch bundesweit wieder etwas an. Das zeigt, dass das Virus immer noch da ist. Das Beste, das jede Einzelne und jeder Einzelne tun kann, ist Abstand zu halten, die Hygienemaßnahmen zu beachten und dort, wo es notwendig ist, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen“, ergänzt Landrat Jürgen Müller.

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