Die neue Saison beginnt im September – am 4. August startet der freie Kartenverkauf
Was Theaterkenner empfehlen

Herford (WB). Heidrun Münter freut sich auf die „Hochzeit des Figaro“, Dorothea Hallmann blickt gespannt auf eine Lesung zu Astrid Lindgren. Die Vorfreude aufs Theater ist groß – sehr groß sogar, denn einige Zeit hatte es so ausgesehen, als gäbe es in diesem Jahr keine einzige Aufführung mehr.

Freitag, 31.07.2020, 05:59 Uhr aktualisiert: 31.07.2020, 06:01 Uhr
Wenn Bodo Wartke kommt, geht’s zur Sache. Hier kämpft er mit Melanie Haupt im Stück „Antigone“. Zwar findet die Aufführung erst am 16. April statt, doch sind die Karten meist schnell vergriffen. Foto: Sven Schütze
Wenn Bodo Wartke kommt, geht’s zur Sache. Hier kämpft er mit Melanie Haupt im Stück „Antigone“. Zwar findet die Aufführung erst am 16. April statt, doch sind die Karten meist schnell vergriffen. Foto: Sven Schütze

„Das Land des Lächelns“

Am 4. August beginnt an der Theaterkasse (Stadtbibliothek) der Verkauf der Einzelkarten und Wahlabos. Während sich die festen Abos automatisch verlängern, sofern sie nicht gekündigt werden, besteht hier die schöne Qual der Wahl. Für diejenigen, die mit dem Theater noch nicht vertraut sind, hat das HERFORDER KREISBLATT drei Mitglieder des Fördervereins befragt. Sie verraten, welche Stücke sie unbedingt sehen wollen. Dass sie anderen ihre Meinung nicht aufdrängen wollen, versteht sich von selbst – schließlich ist der Geschmack so frei wie die Kunst selbst.

An erster Stelle nennt Heidrun Münter , die Vorsitzende des Theatervereins, die Oper „Die Hochzeit des Figaro“ am 27. Februar: „Es ist die einzige Oper und die Detmolder machen immer gutes Musiktheater – aufgepeppt, ohne dem Stück wehzutun.“

Nach der populären Mozart-Oper führt auch Münters zweiter Tipp ins Reich der Musik – ein Evergreen, erneut vom Landestheater Detmold: „Das Land des Lächelns“ am 14. März. „Es sind wunderschöne Melodien“, sagt die langjährige Theatergängerin. Manche mögen ihren Tipp belächeln, sagt sie, aber: „Ich freue mich auf die Ohrwürmer und bin gespannt, wie die den Stoff heute darstellen.“

Einzelkarten für Kinderaufführungen

Und dann noch „Alice im Wunderland“ am 31. Oktober. Davon gebe es unzählige Varianten, in Herford werde es als Märchenballett gespielt: „Das stelle ich mir sehr reizvoll vor.“

Dorothea Hallmann , die wie Münter schon in ihrer Schulzeit mit dem Herforder Theater Bekanntschaft gemacht hat, beginnt ihre Tipps mit einer musikalischen Lesung. Am 20. September liest die bekannte Schauspielerin Eva Mattes aus den Tagebüchern von Astrid Lindgren. „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ lautet der vielsagende Titel. Hallmann erhofft sich von der Lesung einen anderen Blick auf die bekannte Kinderbuch-Autorin.

Klassisch, wenngleich in sehr modernem Gewand, geht es bei ihrem zweiten Tipp zu. Am 16. April präsentieren Bodo Wartke und Melanie Haupt „Antigone“. Eine Frage, die Hallmann beschäftigt, lautet: „Wie tragen sie diesen Stoff als Duo vor?“

Wie die anderen Vertreter des Fördervereins lobt die stellvertretende Vorsitzende die Kinder- und Jugendtheaterarbeit. Die Reihen richteten sich an Kindergärten und Schulen: „Aber meist kann man noch eine Einzelkarte kaufen.“ In der nächsten Saison reizt sie der „Nathan“ (10. März) besonders.

Innovatives Tanztheater

Manfred Heggemann , ebenfalls stellvertretender Vorsitzender, stimmt in die Lobeshymne auf die Theaterpädagogik ein und nennt das Jugendstück „Wem gehört die Straße?“ am 30. September. Thematisiert werde weibliches und männliches Rollenverhalten – ein Stoff, der sehr aktuell sei.

Für besonders erwähnt hält der 67-Jährige das Herforder Engagement beim Tanztheater. So will er sich die Aufführung „Phoenix“ von der Deutschen Tanzkompanie Neustrelitz am 5. Dezember nicht entgehen lassen. Es handle sich um einen nachgeholten Termin, so Heggemann, der das Innovative am Tanztheater mag.

Stichwort innovativ: Mit den Einflüssen der Digitalisierung auf den Menschen setzt sich das Bielefelder „Feedback Kollektiv“ auseinander. Tanz, Schauspiel und Visualisierungen dienen als Ausdrucksmittel – wobei die Bühne gleich mit zwei verschiedenen Stücken (16. und 18. Februar) in Herford präsent ist. Heggemann ist auf die Aufführungen gespannt, denn: „Es wird auf jeden Fall sehr modern.“

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