Aktivisten demonstrieren in Herford gegen Massentierhaltung
Ein Protest-Schwein auf dem Kirchplatz

Herford (WB). Mit einer provokanten Aktion haben Aktivisten von Fridays und Parents for Future am Freitag auf dem Münsterkirchplatz gegen Massentierhaltung protestiert.

Freitag, 14.08.2020, 17:07 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 17:20 Uhr
Nanu, was ist denn das? Die Aktion erregte reichlich Aufsehen. Foto: Moritz Winde
Nanu, was ist denn das? Die Aktion erregte reichlich Aufsehen. Foto: Moritz Winde

Phöbe Schröder kniete als Schwein verkleidet in einem symbolischen Kastenstall: „Der ist für Altsauen gerade mal zwei Meter lang und 70 Zentimeter breit. Die Tiere haben keine Möglichkeit sich zu strecken“, sagt die 20-Jährige.

Um den Hals der ehemaligen OPG-Schülerin baumelte ein Strick, den Svenja Winkler alias Julia Klöckner in den Händen hielt. „Die Landwirtschaftsministerin hat bislang nichts unternommen, an diesen katastrophalen Zuständen etwas zu ändern. Im Gegenteil.“

Viele Passanten blieben stehen, die meisten waren irritiert ob des skurrilen Schauspiels. Man müsse kreativ sein, um etwas zu bewegen, findet Phöbe Schröder. Spätestens nach dem Tönnies-Skandal, sagt die Veganerin, könne die Billig-Bratwurst doch keinem mehr schmecken. „Und Tierschutz ist doch auch Menschenschutz!“

Die Aktion war Teil der Herforder Klimaschutzwoche. Im Kampf gegen den Klimawandel spielt nach Ansicht der Demonstranten die Ernährung eine entscheidende Rolle. Ein Großteil des klimaschädlichen Ackerbaus werde für Tierfutter gebraucht. Svenja Winklers Appell: „Esst bitte weniger Fleisch!“

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