20-Jähriger soll sich im X Herford an einer Frau vergangen haben
In der Disco vergewaltigt?

Herford (WB). Der Vorwurf wiegt schwer: Am frühen Morgen des 27. April 2019, ein Samstag, soll ein damals 19 Jahre alter Löhner über eine Trennwand in der Damentoilette des X geklettert sein und dort eine etwa gleichaltrige junge Frau vergewaltigt haben. Am Montag, 14. September, muss sich der mehrfach Vorbestrafte vor dem Jugendschöffengericht Herford verantworten.

Mittwoch, 02.09.2020, 05:35 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 09:22 Uhr
Laut Anklage kam es in der Damentoilette des X zu dem Übergriff. Foto: Wolff
Laut Anklage kam es in der Damentoilette des X zu dem Übergriff. Foto: Wolff

Dass es zum Sex mit dem mutmaßlichen Opfer gekommen war, bestreitet er nicht. Dies sei jedoch einvernehmlich geschehen, nachdem man gemeinsam Kokain konsumiert habe, hatte er bereits am 15. Juni vor Richterin Tanja Schwöppe-Funk ausgesagt. Damals sollte dem Löhner, der wegen anderer Delikte bereits mehrere Jahre im Gefängnis saß, der Prozess gemacht werden.

Die Verhandlung wurde jedoch vertagt, da das Gericht erst damals Kenntnis von Aufnahmen einer Überwachungskamera erhielt. Diese sollten zunächst ausgewertet werden. Da zudem wegen der Urlaubszeit Schöffen, Zeugen und auch die Richterin die gebotene Drei-Wochen-Frist zur Prozessfortsetzung nicht einhalten konnten, beginnt der Prozess in knapp zwei Wochen ganz von vorne.

Sechs Stunden Videomaterial ausgewertet

Nach Angaben des mutmaßlichen Opfers, einer jungen Frau aus Bad Salzuflen, soll der ihr völlig unbekannte Mann kurz vor Schließung der Discothek in die Toilettenkabine gesprungen sein. Laut Anklage war sie stark angetrunken. Man habe sich zunächst unterhalten, dann sei es zum Übergriff gekommen, gegen den sie sich nicht habe wehren können. Später meldete sie den Vorfall der Polizei.

Der angeklagte Deutsch-Kirgise gab hingegen an, die Frau sei ihm bekannt gewesen, er sei sogar gemeinsam mit ihr in die Disco gekommen. Das müsse die Überwachungskamera am Eingang aufgezeichnet haben. Das Gericht hat mittlerweile sechs Stunden Videomaterial ausgewertet. Das Ergebnis dürfte beim Prozess am 14. September eine zentrale Rolle spielen. Er beginnt um 9 Uhr.

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