Lars Uhlen will für neue Herforder Attraktion sorgen – Installation am 23. September
Der Wohnzimmer-Turm

Herford (WB). Das Marta-Viertel wird in der kommenden Woche um eine Attraktion reicher. Ein glänzender Turm aus Zink soll auf das Gebäude an der Kurfürstenstraße aufgesetzt werden, welches der Unternehmer Lars Uhlen gerade umbauen lässt.

Dienstag, 15.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 15.09.2020, 09:01 Uhr
Lars und Matthias Uhlen an dem Zwiebelturm, der in der kommenden Woche aufs Gebäude an der Kurfürstenstraße gesetzt werden soll: Sieben Meter ist er hoch. Foto: Hartmut Horstmann
Lars und Matthias Uhlen an dem Zwiebelturm, der in der kommenden Woche aufs Gebäude an der Kurfürstenstraße gesetzt werden soll: Sieben Meter ist er hoch. Foto: Hartmut Horstmann

Turm soll wie Uhlens Hauswein heißen

Derzeit lagert der sieben Meter hohe Turm auf dem Gelände des Dachdeckerbetriebs Sandmann. Ein imposanter Anblick auch jetzt schon und Lars Uhlen sagt: „Ich liebe diesen Turm.“ Möglicherweise wird diese Liebe noch steigen – denn Dachdecker Frank Sandmann fügt hinzu: „Warte ab, bis der Turm Patina ansetzt, dann sieht er noch viel schöner aus.“

Doch unabhängig davon, ob die Zuneigung zum Turm noch wächst oder nicht – bereits jetzt steht fest, dass der Turm einen eigenen Namen bekommen wird. Welchen, das will der Bauherr nicht verraten. Nur soviel: „Er wird wie mein Hauswein heißen.“ Uhlens Weinfreunde wissen also schon mehr.

Am kommenden Mittwoch, 23. September, soll der Turm ab 14 Uhr an den Haken kommen und in zwei Teilen per Kran auf das Gebäude gehievt werden, welches zukünftig den Namen „Wohnzimmer“ trägt – bisher war der Gebäudekomplex mit zwei Eingängen als Schiller/Nil bekannt.

Sandmanns erster neuer Turm

In der dritten Novemberwoche soll das „Wohnzimmer“ eröffnet werden. Dass der Turm unbedingt dazugehört, war für Unternehmer Uhlen schon lange klar. Wenn er von der Marta-Kugel aus auf das Gebäude geschaut habe, habe er immer gedacht: „Da fehlt etwas.“ Und in der Tat gehörte einst ein Turm zum Gebäude. Auf der Grundlage alter Zeichnungen sei dieser jetzt nachgebildet worden – und zwar in der Originalgröße.

Der begehbare Turm besteht aus einer Holzkonstruktion und der sichtbaren Zinkummantelung. Das Holzgerüst wurde beim HBZ in Bielefeld hergestellt. Daran seien auch Tischler-Auszubildende aus Herford beteiligt gewesen, betont Frank Sandmann. In seinem Betrieb wurde danach die Zinkverkleidung angefertigt. Auch für den Firmeninhaber etwas Besonderes: Restaurierungen – das komme vor. Aber einen neuen Turm – so etwas habe er noch nicht gemacht.

Lars Uhlen geht davon aus, dass am Mittwoch einige Schaulustige das Geschehen verfolgen werden: „Solange sie die Corona-Abstandsregelungen einhalten, ist das kein Problem.“

248 Plätze stehen zur Verfügung

Großartig Werbung fürs „Wohnzimmer“ machen muss Uhlen offenbar nicht mehr. Das Interesse sei groß, es gebe viele Anfragen für Veranstaltungen. Auch einiges an geschlossenen Freiern sei bereits gebucht, so der Bauherr. Auf die geplante große Einweihung, für die er ursprünglich den Sänger Joris verpflichten wollte, verzichtet er jedoch.

Niemand wisse heute, wie viele Leute dann zugelassen seien. Musik und Konzerte – das könnte ein Problem werden. Aber natürlich könne man zum Essen kommen. Hier steht laut Uhlen fest, dass 248 Plätze unter Wahrung der Abstandsflächen zur Verfügung stehen.

Bei Facebook und Instagram können sich Interessierte unter dem Stichwort „Wohnzimmerherford” über den Baufortschritt informieren . In Kürze soll dort auch die Speisekarte eingestellt werden. Ferner kündigt Uhlen an, dass das „Wohnzimmer“ ab Dezember auch samstags und sonntags am Vormittag geöffnet ist: für Frühstück und Brunch.

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